Bremgarten

Trennung von Kapo und Repol in Bremgarten ist für Regierung «besiegelt»

Die Kantonspolizei bleibt alleine im Bremgarter Haberhaus in der Altstadt (rotes Gebäude rechts), die Repol zieht ins City-Center.

Die Kantonspolizei bleibt alleine im Bremgarter Haberhaus in der Altstadt (rotes Gebäude rechts), die Repol zieht ins City-Center.

Bald zieht die Repol Bremgarten aus dem Rathaus in der Altstadt ins City-Center. Die Kantonspolizei in Bremgarten zügelt dagegen nicht. Auf eine Interpellation antwortet der Aargauer Regierungsrat, es gebe kein Zurück mehr.

Vor vier Monaten wurde ruchbar, dass Repol (Regionalpolizei) und Kapo (Kantonspolizei) Bremgarten kein gemeinsames Logis im Reussstädtchen beziehen werden. Der geplante räumliche Zusammenschluss im neuen City-Center beim Bahnhof war gescheitert. In Bälde wird nur die Repol Bremgarten vom Rathaus in der Altstadt ins City-Center ziehen, während die Kapo Bremgarten an ihrem angestammten Standort im Haberhaus in der Altstadt bleibt.

Den Verzichtsentscheid des Kantons auf die gemeinsame Polizeiunterkunft gab am 19. März Hanspeter Fricker bekannt, der Generalsekretär des kantonalen Departements Volkswirtschaft und Inneres. Die BDP Aargau zeigte sich enttäuscht. Sie sprach von einem «vorschnellen, wenig durchdachten Entscheid des Kantons». Am 25. März reichten die BDP-Grossräte eine Interpellation ein. Im Fragekatalog an den Regierungsrat gaben sie der Hoffnung Ausdruck, dass der Verzichtsbeschluss rückgängig gemacht wird. Dies sei möglich, weil sich die Züglete der Repol in die Bahnhofliegenschaft in der Planung befinde, führte die BDP aus.

Jetzt liegt die regierungsrätliche Beantwortung der Interpellation vor. Die Regierung teilt mit, dass es kein Zurück gibt und die räumliche Trennung von Kapo/Repol Bremgarten besiegelt ist. Aufschlussreich sind die Vorbemerkungen des Regierungsrats im Antwortschreiben. Demnach haben Kantonspolizei und Immobilien Aargau im Frühjahr/Sommer 2012 gemeinsam mit der Regionalpolizei Bremgarten eine Zusammenlegung der beiden Posten im Gebäudeneubau beim Bahnhof geprüft. Im August 2012 teilte der Bremgarter Stadtammann der Kantonspolizei und Immobilien Aargau mit, die Regionalpolizei Bremgarten könne das gemeinsame Logisprojekt aus Kostengründen nicht weiterverfolgen.

Laut Regierung gab es damals keine Anhaltspunkte, dass die Verantwortlichen der Repol Bremgarten 2013 einen Rückzieher machen und den gemeinsamen Posten beim Bahnhof dann doch anstreben werden. Nach der Absage der Repolverantwortlichen im August 2012 bewilligte der Kanton fürs Jahr 2013 einen Kredit von 150 000 Franken für bauliche Massnahmen zur Optimierung des Betriebs und der Sicherheit am Kapoposten Haberhaus. Die im letzten Jahr ausgeführte Optimierung kostete 120 000 Franken.

Im Weiteren, so der Regierungsrat, würden die Synergien eines gemeinsamen Postens Einsparungen bewirken, die schwierig zu beziffern seien. Die jährlichen Haberhaus-Mietkosten beliefen sich alles in allem auf 85 000 Franken. Im neuen Bahnhof-Gebäude würde es kostspieliger. Inklusive Kostenanteil für den Nutzungsausbau müsste der Kanton 40 000 Franken mehr pro Jahr bezahlen, also 125 000 Franken.

Grundsätzlich seien gemeinsame Posten von Kapo und Repol sinnvoll, schreibt die Regierung. Einige Einheitsposten seien realisiert oder in Planung. In Bremgarten habe dies unter den aktuellen Umständen und wegen der Mehrkosten nicht geklappt. (sl)

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