Filmpremiere
«Transcending» bringt Hollywood-Feeling mit einer Prise Freiamt

Michael Wettstein feierte im Wohler Kino Rex mit seinem neuen Film «Transcending: The Beginning of Josephine» Premiere. Diese war glamourös und äusserst erfolgreich.

Patrick Züst
Drucken
Teilen
Ein Blitzlichtgewitter war es zwar nicht, Hollywood-Feeling kam aber trotzdem auf. Violaine Stehli und Michael Wettstein feierten die Premiere ihres neusten Films.

Ein Blitzlichtgewitter war es zwar nicht, Hollywood-Feeling kam aber trotzdem auf. Violaine Stehli und Michael Wettstein feierten die Premiere ihres neusten Films.

Patrick Züst

Sie haben sich gut inszeniert, die Macher des Freiämter Films «Transcending: The Beginning of Josephine »: Roter Teppich, Stretchlimousine, Fotoleinwand, Türsteher. Für die Premiere ihres neusten Films haben Michael Wettstein und Violaine Stehli am Samstagabend mit der grossen Kelle angerichtet, das Kino Rex Wohlen bis auf den letzten Platz gefüllt.

Hollywood-Feeling mit einer Prise Freiamt – so war nicht nur die Premiere, so war auch der Film.

Sechs Jahre lang hat der Weg auf die grosse Leinwand gedauert, 96 Minuten Film wurden am vergangenen Samstagabend gezeigt. Und das mit grossem Erfolg. Mit einer Standing Ovation belohnten die Zuschauer das Team für die harte Arbeit, die investierte Zeit, den Durchhaltewillen.

Von New Jersey nach Wohlen

Wettstein spielt im Film nicht nur die Hauptrolle, er führte auch Regie und schrieb das Drehbuch. Darin erzählt er die Geschichte vom amerikanischen Paar Karen und Brandon Ames, welches in Kontakt mit der Seele eines verstorbenen Mitglieds der Wohler Familie Huber kommt. Übernatürliches spielt sich ab, lässt einen häufig mit Gänsehaut zurück. Für den Zuschauer aus der Region aber mindestens genauso interessant wie die Verbindungen zwischen Diesseits und Jenseits sind die Szenenwechsel zwischen der USA und dem Freiamt.

Michael Wettstein (r.) hat nicht nur die Hauptrolle gespielt, sondern auch das Drehbuch geschrieben und Regie geführt.

Michael Wettstein (r.) hat nicht nur die Hauptrolle gespielt, sondern auch das Drehbuch geschrieben und Regie geführt.

Patrick Züst

Eben noch in einem Arbeitsviertel in New Jersey, wenige Minuten später schon in einem Maisfeld in Waltenschwil. Viele Drehorte sind bekannt und dadurch auf der Leinwand doppelt spannend. So trinkt Protagonist Brandon Ames beispielsweise Bier im Piccadilly Pub, besucht das Strohmuseum, wird im Stadthaus Bremgarten eingesperrt.

Einer der wichtigsten Drehorte überhaupt ist aber die Wohler Villa Isler, die das Strohmuseum beherbergt. Nicht nur die imposante Aussenansicht spielt im Film eine wichtige Rolle, auch die Innenräume dienten als Kulissen für diverse Szenen. Das eindrucksvolle Gebäude bot vor sechs Jahren den Nährboden für die Filmidee. Wettstein: «Als das Gebäude erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich wurde, hat es mich sofort extrem fasziniert. Der wunderschöne Garten, die vielen Zimmer, der düstere Keller – in meinem Kopf hat sich der Film wie von selbst geschrieben.»

Vom Freiamt in die Schweiz

In den nächsten Wochen wird Transcending in diversen Kinos der Schweiz gezeigt. Wie es danach mit dem Thriller weitergeht, ist derzeit noch schwer abschätzbar, Wettstein zieht sogar einen Sprung über die Landesgrenzen hinaus in Betracht. Das Potenzial dafür, davon ist er absolut überzeugt, sei zumindest vorhanden.

Um konkret über ein nächstes Filmprojekt nachzudenken, dafür sei es momentan noch zu früh. Obwohl ein weiteres Drehbuch bereits fertiggestellt ist, müsse man jetzt zuerst abwarten, wie es mit dem aktuellen Werk weitergeht.

Dass es aber weitere Produktionen aus der Wohler Filmschmiede geben wird, das stehe für ihn ausser Frage. Und damit wird in den nächsten Jahren wohl wieder mal ein bisschen Hollywood-Feeling ins Freiamt zurückkehren – auch wenn es nur für einen Abend ist.

Aktuelle Nachrichten