In vollem Tempo rennen die Kinder durch die Zufiker Turnhalle, zwischendurch ein kurzer, verstohlener Blick auf die Bahn nebenan, um abzuschätzen, wie schnell die Konkurrenz unterwegs ist. Am Ziel angelangt, übergeben sie den Stab an den Nächsten in der Gruppe, der wiederum lossprintet.

Im Geräteturnen wird dieser Tage nicht nur an den Ringen und auf dem Trampolin geübt, einen grossen Teil der Zeit verbringen die Kinder – es sind mehrheitlich Mädchen – mit der Vorbereitung auf den Jugitag, der am 27. Mai stattfindet.

Sie freuen sich, dass sie in diesem Jahr Heimvorteil haben: «Das letzte Mal mussten wir um 6 Uhr aufstehen und dann in den Car. Da bist du schon müde, wenn du ankommst», erzählt Julia. Dem Turnverband «Polysport Nordwestschweiz» gehören Turnvereine aus den Kantonen Aargau, Solothurn und beider Basel an. Es werden über 400 Kinder mit ihren Betreuern und Fans auf den Plätzen in und um die Sportanlage in Zufikon erwartet.

Gewissenhafte Vorbereitung

Anstelle der üblichen Aufwärmübungen, ist deshalb momentan Stafetten- oder Slalomlauf angesagt. Danach werden Weitwurf, Seilspringen, Weitsprung und andere Disziplinen geübt. «Die Leiter zeigen uns alle Disziplinen, damit wir wissen, auf was wir achten müssen», erzählt Jasmin. Sie ist zufrieden mit dem Training: «Ich würde es genauso machen, wenn ich Leiterin wäre. Na ja, vielleicht weniger Seilspringen. Das mache ich nicht so gerne.»

Umfrage: Was ist deine Lieblings-Disziplin?

Nach der Aufwärmrunde gehen die Kinder nach draussen und üben Weitsprung. Es scheint eine beliebte Disziplin zu sein, obwohl es eines der Mädchen nicht ideal findet, dass man im Sand landet: «Aber zum Glück wasche ich mir heute die Haare», sagt sie. Andere unterstreichen die positiven Seiten: «Ich bin lieber an der frischen Luft, das ist ja auch gesünder», erklärt Andrea. Und etwas theatralisch fügt sie hinzu: «In der Turnhalle ist es heiss. Drinnen sterben wir!»

Am Wettkampftag selbst setzen die jungen Sportlerinnen und Sportler auf Bewährtes. Bei den Befragten stehen am Morgen Brot, Müesli und eine kalte Schokolade auf dem Tisch. Und während des Wettkampfs? «Ich liebe Früchte», ruft eines der Mädchen, und die anderen stimmen ihr zu – Vitamine sind wichtig. Aber nicht nur das: «Viel, viel, viel Wasser trinken», weiss Andrea.

600 Portionen Pasta

Damit sich die Kinder auf den Sport konzentrieren können und ein reibungsloser Ablauf garantiert ist, stehen mehr als 120 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Weil diese, und natürlich auch die Kinder und Jugendlichen, verpflegt werden müssen, werden rund 75 Kilogramm Teigwaren und 55 Kilogramm Fleisch gekocht – das reicht für 600 Portionen.

Höhepunkt des jährlich stattfindenden Jugendsporttags ist jeweils die Kantonalstafette. Sie beginnt um zirka 16 Uhr. Ab 8 Uhr beginnen die Einzel- und Gruppenwettkämpfe.