Freiamt

Tourismus im Freiamt statt in Luzern oder auf der Rigi

Präsident Herbert Strebel stellt die Aktivitäten des Vereins Erlebnis Freiamt vor und sagt: «Wir unterschätzen uns noch.»

Präsident Herbert Strebel stellt die Aktivitäten des Vereins Erlebnis Freiamt vor und sagt: «Wir unterschätzen uns noch.»

Der Verein Erlebnis Freiamt sucht die Nähe zu den Freiämter Wirten und Hoteliers und wirbt für die Region.

Wenn das Freiamt zusammensteht, hat die Region mehr Schlagkraft. Das gilt auch in Sachen Freizeitangebote und Tourismus, wie Herbert Strebel, Präsident des Vereins Erlebnis Freiamt, vor Gastronomen der Region ausführte.

Zum ersten Mal hat Erlebnis Freiamt in Boswil Wirte und Hoteliers zum Gastrofrühstück und damit zu einem Gedankenaustausch eingeladen. Der Aufmarsch war eher verhalten. Das soll sich jedoch spätestens beim zweiten Gastrofrühstück ändern.

Erlebnis Freiamt will nämlich nicht nur die Wirte und Hoteliers stärker ins (touristische) Boot holen, sondern ihnen auch eine Plattform für den ungezwungenen Austausch von Ideen, Sorgen und allenfalls gemeinsamen Aktionen bieten.

Das ­Bewusstsein über einen attraktiven Freizeitraum sei auch für die übrige Wirtschaft von Vorteil: Es erhöht die Anziehungskraft eines Arbeitgebers beziehungsweise einer Stelle.

Die Region Freiamt hat viel zu bieten

«Wir unterschätzen uns noch», machte Strebel klar. Das Freiamt hat für Ausflügler und sogar für Ferien viel zu bieten – man denke an den 190 Kilometer langen Freiämter Wanderweg, an den Kinderweg in Benzenschwil, an den Sagenweg in Waltenschwil, an die Velowege.

Anstatt Auswärtige zu einem Ausflug nach Luzern oder Zürich oder in die Berge zu ermuntern, könnte man sie vermehrt auf die landschaftlichen und kulturellen Reize der Region aufmerksam machen. In diesem Zusammenhang würden Gastronomen eine wichtige Rolle spielen. «Ihr seid Freiamt, ihr lebt Freiamt», machte Vorstandsmitglied Severin Brugger deutlich.

Mit der Plattform Gastrofrühstück will Erlebnis Freiamt einerseits Meinungen und Anliegen von ihnen direkt abholen, andererseits sie auf die eigene Tourismusorganisation aufmerksam machen. So können beispielsweise ausserordentliche Anlässe auf der Website von Erlebnis Freiamt veröffentlicht werden. In naher Zukunft wird eine App Velofahrern ermöglichen, auf ihrer Tour auf eine Wegkarte zu verzichten, wie Fredy Zobrist ausführte.

Neue Kommunikations- und Informationswege, wie etwa «outdooractive» (die Website wird als «digitale Heimat für alle Outdoor-Begeisterte» beschrieben), sind ebenso Chancen für Gastronomen, die Wanderer und Biker, Geniesser und Sportler auf sich aufmerksam zu machen. Das Anliegen eines Hoteliers, die wichtigsten Freiämter Ausflugsziele doch auf einem englischsprachigen Fact-Sheet festzuhalten, wurde von Strebel gerne entgegengenommen.

Der Verein Erlebnis Freiamt ist 2001 entstanden, als der Bund zur Förderung von touristischen Angeboten in strukturschwachen Regionen ein entsprechendes Programm lancierte. Mitglieder sind Gemeinden, Gastrobetriebe, Tourismusorganisationen und Private.

Ziel ist es unter anderem, die Region bekannter zu machen und sie über Aargau Tourismus zu vertreten. Die Vorstandsmitglieder von Erlebnis Freiamt stammen aus den Bereichen Bildung, Kultur, Landwirtschaft, Tourismus und Wirtschaft und arbeiten alle ehrenamtlich. Neben dem Wanderführer und einem attraktiven Jahresprogramm bietet der Verein neu einen Flyer, der alle Angebote kurz beschreibt.

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