Wohlen
Touch The Air: Wo sich Hip-Hop und Elektro gute Nacht sagen

Die Vorbereitungen für das Wohler Open Air «Touch The Air» laufen auf Hochtouren – Bewährtes wird noch stärker forciert.

Dominic Kobelt
Drucken
Teilen
Die Notausgänge sind bereits markiert, die Bühne fehlt noch – in einer Woche startet das Touch The Air. Dominic Kobelt

Die Notausgänge sind bereits markiert, die Bühne fehlt noch – in einer Woche startet das Touch The Air. Dominic Kobelt

Auf der Wiese am Waldrand bietet sich den Arbeitern ein herrlicher Ausblick auf Wohlen und Waltenschwil. Zeit, um diesen zu geniessen, haben sie aber kaum. Sie sind mit dem Aufbau des Denner Festivalshop beschäftigt, eine Neuerung am diesjährigen Touch The Air, dem mittlerweile etablierten Urban- und Electronic-Open-Aair.

Auf dem idyllischen Plätzchen, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, tanzen bald einige tausend Musikbegeisterte. Die Veranstalter erwarten ähnlich viele Besucher wie in den vergangenen Jahren – wie viele das genau sind, möchte man aber nicht sagen.

«Wir haben eine gute Grösse und möchten nicht mehr wachsen. Die Atmosphäre ist familiär, und trotzdem bringen wir internationale Topacts nach Wohlen», sagt Ennie Bertelli, Medienverantwortliche. Es werden unter anderem der Wu-Tang Clan, Common, Big Sean, Steve Aoki oder Marek Hemmann zu Gast sein.

Abfall soll auf Gelände bleiben

Neu ist insbesondere der Auftritt, auf der Internetseite als auch auf dem Festgelände. Mit farbigen Leuchtschlagen und leuchtenden Würfeln wird zusätzlich für Atmosphäre gesorgt. Mit dem Denner Festivalshop möchte man den Besuchern noch mehr Komfort bieten. «Es ist natürlich bequemer, als in die Denner-Filiale in Wohlen zu laufen. Zudem war diese immer sehr voll in den letzten Jahren.»

Damit erreichen die Veranstalter, dass der Abfall, den ein Open Air zwangsläufig mit sich bringt, auf dem Festgelände bleibt. Auch dieses Jahr können die Besucher die Zelte und den Abfall am Ende liegen lassen. Die Putzequipe macht am Sonntag alles sauber. So will man verhindern, dass die Besucher ihren Abfall auf der Heimreise oder im Wald entsorgen.

«Wir lernen jedes Jahr dazu»

Am Konzept halten die Organisatoren also fest. «Wir lernen jedes Jahr dazu. Aber am Grundsätzlichen möchten wir nichts ändern. Wir wollen, dass die Leute aus den vergangenen Jahren wiederkommen», erklärt Bertelli. Die Location findet sie ideal, das Festgelände sei kompakt, die Besucher hätten aber genug Platz. Dadurch, dass die Bühne nicht mehr gegen Wohngebiet, sondern gegen den Wald gerichtet ist, hat man bereits in vergangenen Jahren erreicht, dass die Lärmbelastung für die Anwohner gering ist. «Zudem gibt es wieder eine Hotline der Polizei, damit sich die Anwohner melden können, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Bis jetzt funktionierte die Zusammenarbeit immer sehr gut», sagt Bertelli.

Die Aufbauarbeiten dauern insgesamt knapp zwei Wochen. Am Donnerstag, 18. Juni startet das Touch The Air um 15.30 Uhr mit dem Berner Rap-Duo Hobbitz.