Wohlen
Touch The Air: «Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen»

Der eine oder andere Festival-Besucher ist noch etwas nass von gestern. Das Gelände ist mastchig. Ausser ein paar Schrammen und Schürfungen ist nichts passiert. «Wir hatten Glück», sagen die Festival-Verantwortlichen und die BDWM unisono.

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Nach dem grossen Sturm: Bilder vom Touch The Air in Wohlen
10 Bilder
Auch die Ordnungshüter wurden ganz schön durchnässt
Dieser Abfallsack ist ein kleiner Trost bei solchen Regenmassen
Pitbull zog die Massen an, Regen hin oder her.
Zufriedene Gesichter am Touch The Air
Auch bei DJAntoine war «full house».
Nochmals Pitbull: Da ging die Post so richtig ab.
In Wohlen wehte der Wind ein Zelt des «Touch-The-Air»-Festivals in die Fahrleitung der Bahn.ZVG
Nicht alle Zelte überstanden das Gewitter schadlos.
Am «Touch the Air» flüchteten die Konzertbesucher ins Trockene.

Nach dem grossen Sturm: Bilder vom Touch The Air in Wohlen

Christoph Voellmy

Matsch und nasse Wiesen: Das erinnert in Wohlen auf dem Gelände des «Touch The Air»-Festivals noch an den heftigen Sturm von gestern Abend. «Es ist schon wieder alles am Trocknen», sagt Mediensprecher Ferris Bühler gegenüber az. Das Festival geht wie geplant weiter. Es ging auch gestern schon wie geplant weiter - trotz Sturm. Als es los ging waren gerade Boot Camp Clik auf der Bühne. «80 Prozent der Zuschauer blieben stehen, einige haben das T-Shirt ausgezogen und die frische Dusche genossen», sagt Bühler.

Bühne, Zelt und alle anderen Bauten haben den heftigen Böen und dem Regen getrotzt. Nebst dem Zelt, das in die Fahrleitung der BDWM-Flog gab es nur noch einen zweiten, grösseren Vorfall. Ein zweites Zelt flog in die Luft und verursachte bei der Landung bei Festival-Teilnehmern für Schürf- und Schnittwunden. «Sonst ist nichts passiert, wir sind glimpflich davon gekommen», zieht Bühler Bilanz.

Gleich viele Leute wie letztes Jahr

Auch mit dem Zuschaueraufmarsch sind die «Touch The Air»-Verantwortlichen zufrieden. Vom optischen Eindruck her hatte es etwa gleich viele Leute, meint Bühler, er erwartet heute einen grossen Zustrom.

«Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen», sagt auch Walter Oettli, Leiter Infrastruktur der BDWM Transport AG. Er selbst entfernte gestern mit zwei Mitarbeitern das Zelt, das sich in der Fahrleitung der BD-Bahn verhakt hatte. «Nach gut einer Stunde konnten wir die Fahrleitung wieder einschalten und der Zug konnte weiterfahren.» Folgen hatte die Episode keine. «Zum Glück hat das Zelt die Fahrleitung nicht beschädigt», ist Oettli froh. Ab 21.10 rollte die BDWM wieder wie gewohnt.

Stellwerkstörungen wegen Blitzen

Auch sonst sei die BDWM mit dem Schrecken davon gekommen. «In Dietikon und beim Erdmannlistein hatten wir je eine Stellwerkstörung, weil der Blitz eingeschlagen hat», so Oettli. «Und im Wohler Wald hat der Sturm teilweise ganze Bäume gefällt. Wir können froh sein, dass diese nicht auf die Fahrleitungen oder die Schienen gefallen sind.»