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Totes Holz ist gut für die Natur und soll neues Leben schaffen

Die Totholzstelen an der Bünz sind gut für die Natur – könnten aber auch Kunst sein.

Die Totholzstelen an der Bünz sind gut für die Natur – könnten aber auch Kunst sein.

An der Bünz zwischen Waltenschwil und Dottikon stehen seit Dezember 2018 sonderbare Holzstelen.

Ist das Kunst? Nein, versichert der Landschaftsarchitekt Felix Naef. Es handelt sich stattdessen um sogenannte Totholzstelen. Ziel davon ist es, Lebensraum für diverse Insekten zu schaffen, die nur in totem Holz leben, aber auch für Pilze, die helfen, das Holz abzubauen.

«Und sobald das Holz murb genug ist, werden es auch Pflanzen schaffen, auf dem vermodernden Holz zu wachsen», schreibt Naef im Namen der Abteilung Landschaft und Gewässer des Kantons.

Regionalplaner gehen mit gutem Beispiel voran

Zusammen mit dem Gärtnermeisterverband, dem Jardin-suisse, hat der Kanton Naturmodule entwickelt, die den Gartenbesitzerinnen und -besitzern zeigen können, wie sie der Natur auf leichte Weise in ihrem Garten Gutes tun können.

Dies sind beispielsweise Nistkästen für Vögel, Asthaufen für Igel, Bienennisthilfen, Blumenwiesen oder eben Totholzstelen. Um gleich als gutes Beispiel voranzugehen, liess der Regionalplanungsverband (Repla) Unteres Bünztal gleich solche Stelen an der Bünz montieren.

Diese gemeindeverbindende Aktion umfasst bis anhin die Gemeinden Waltenschwil bis Dottikon. «2020 soll die Aktion der Bünz entlang fortgesetzt werden bis zur Repla-Grenze in Othmarsingen», schreibt Naef. Weitere Totholzstelen stehen in den Gemeinden Villmergen und Sarmenstorf. Die Stelen dürfen gern im eigenen Garten nachgebaut werden. (aw)

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