Jonen
Totalsanierung des Schulhauses nimmt die erste Hürde locker

Die Abgeordneten des Kreisschulverbandes Kelleramt genehmigen 2,1 Millionen Franken für Schulhauserneuerung. Beschlossene Sache ist die «Titlis»-Erneuerung aber noch nicht. Ein politischer Hürdenlauf steht an.

Lukas Schumacher
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Architekt Pietro Rossini (links) zeigt im Schulhaus Titlis die Decke aus Holz, die man aus Brandschutzgründen ersetzen muss. sl

Architekt Pietro Rossini (links) zeigt im Schulhaus Titlis die Decke aus Holz, die man aus Brandschutzgründen ersetzen muss. sl

Einhelliges Ja zur Totalsanierung des 40-jährigen Schulgebäudes Titlis in Jonen: Alle neun anwesenden Abgeordneten des Kreisschulverbandes Kelleramt hiessen den Kredit im Betrag von 2,1 Mio. Franken gut. Die Tagung in Jonen leitete die Präsidentin des Verbandes, Jonens Frau Gemeindeammann Beatrice Koller.

Hausbauer und Hürdenlauf

Als Gast nahm Architekt Pietro Rossini an der Abgeordnetenversammlung teil. Unter seiner Federführung war das «Titlis» anno 1972 zu Kosten von 2,4 Millionen Franken gebaut worden. Rossini, gemeinsam mit Othmar Gassner Inhaber eines Architekturbüros in Baden, begleitet denn auch fachlich die geplante Totalsanierung seines alten Schulhauses, das grosse wärmtechnische Mängel aufweist. Teil der Versammlung war ein Rundgang im sanierungsbedürftigen Gebäude.

Beschlossene Sache ist die «Titlis»-Erneuerung noch nicht. Ein kurzer politischer Hürdenlauf steht an. Nur wenn alle fünf Schulverbandsgemeinden – Jonen, Oberlunkhofen, Arni, Unterlunkhofen und Rottenschwil – an den bevorstehenden «Gmeinden» zustimmen, kann die Totalsanierung angepackt werden. Sollte eine Gemeindeversammlung den Sanierungskredit wider Erwarten ablehnen, könnte laut Beatrice Koller «lediglich eine Notmassnahme ausgeführt werden: die Sanierung des undichten Flachdachs.» Wegen der umfangreichen Mängelliste hoffe man selbstverständlich überall auf vorbehaltlose Zustimmung.

6790 Franken pro Schüler

Unbestritten war an der Abgeordnetenversammlung das Kreisschulbudget 2013, dessen Umsatz bei je rund 1,7 Millionen Franken Aufwand und Ertrag liegt. Im Aufwand enthalten sind die Lehrerlöhne der fünf Verbandsgemeinden im Gesamtbetrag von 624000 Franken (= 35 Prozent der Lehrerbesoldungen). Hinzu kommen die Schulgelder der fünf Gemeinden in Höhe von 727000 Franken. Rechnet man die Besoldungs anteile und die Kreisschul-Betriebskosten je Schüler auf, resultiert ein Betrag von 6790 Franken. Also kostet jeder der 199 Kreisschüler nächstes Jahr rund 6800 Franken. «Dieser Betrag liegt durchaus im Rahmen der beiden Vorjahre», sagte die Verbandsvorstandsangehörige und Arner Gemeinderätin Evelyn Pfister.

Zurück zur «Titlis»-Totalsanierung: Welchen Betrag der Kanton Aargau beisteuern wird, steht noch nicht fest. Seit Längerem bekannt hingegen ist der «Fahrplan» der Sanierung. Im Jahr 2013 soll die Aussenrenovation ausgeführt werden, im Jahr 2014 die Innenrenovation, bei der unter anderem zwei Klassenzimmer in vier Gruppenräume abgeändert werden. Die Aufteilung der Sanierungsarbeiten auf zwei Jahre hat Vorteile für den Schulbetrieb und für die fünf Verbandsgemeinden. So können die Gemeinden ihre Kostenanteile leichter verkraften.