Kältehoch Hartmut

Töff fahren, fotografieren, Vögel beobachten: So geniesst das Freiamt die Kälte

Die klirrende Kälte hat auch grosse Stücke des Flachsees zufrieren lassen. Trotz der tiefen Temperaturen kann man zwischen den kahlen Pflanzen verschiedene Vogelarten bei ihrem winterlichen Treiben beobachten.

Die klirrende Kälte hat auch grosse Stücke des Flachsees zufrieren lassen. Trotz der tiefen Temperaturen kann man zwischen den kahlen Pflanzen verschiedene Vogelarten bei ihrem winterlichen Treiben beobachten.

Viele können Väterchen Frost viel Positives abgewinnen. Das zeigt sich bei einer kleinen Tour durchs Freiamt, bei der nur die AZ-Redaktoren schlotterten.

«Ich klappere doch nicht vor Kälte...!»

Die beissende Kälte dieser Tage hält viele nicht davon ab, nach draussen zu gehen. Die Vorteile der frostigen Temperaturen aus Sicht eines Menschenfreunds.

Echt jetzt, wie halten die Menschen das bloss aus? Die heizen ihre Wohnungen ja wie Sommer! Mein Mensch ist auch so. Er hasse die Kälte, sagt er. Darum läuft nicht nur die Heizung, nein, er macht auch noch Feuer im Kamin. Könnte ich schwitzen, mein Fell wäre pitschnass. Aber mir bleibt nur eines: Zunge raus und hecheln, was das Zeug hält. Zum Glück stellt er mir immer wieder frisches Wasser hin, denn das brauche ich in dieser Jahreszeit fast noch mehr als sonst.

Ich stehe ja auch nicht besonders auf frieren. Aber draussen ist es für mich so viel spannender als in dieser Hitze drinnen. Ich bin schliesslich noch fit. Die Kälte regt mich so richtig an. Wenn mein Mensch und ich schnell laufen, dann wärmen mich meine Muskeln gut. Vorhin kam uns unsere Nachbarin entgegen. Sie ist ein Zwergpudel. Die muss jetzt immer so ein doofes Mäntelchen anziehen. Wow, sieht das bescheuert aus. Aber sie hat halt kein rechtes Unterfell. Und die Jüngste ist sie auch nicht mehr. So ganze Kerle wie ich, die haben so was nicht nötig, die tragen einen gescheiten Winterpelz.

Wenn wir die grosse Runde laufen, dann komme ich so richtig auf Touren. Das Zeitunglesen fällt mir bei diesen Temperaturen zwar schwerer als sonst, aber interessant ist es trotzdem. Ich muss einfach doppelt so viel schnuppern wie üblich, damit ich alle Informationen aus der Luft kriege. Ausserdem riechen die Infos auch ganz anders bei solchen Minustemperaturen. Das ist total spannend für meine Nase und mich.

Gerade eben sind wir an ein paar Rindern vorbeigekommen. Die standen einfach so in der Kälte rum mit ihren kurzen Fellen und ihren Triefnasen. Wir haben uns kurz beschnuppert und ich wollte wissen, ob sie sich denn keinen Kuhnagel fingen auf der Weide. Sie haben den Witz zwar nicht kapiert, aber sie sagten, es sei ihnen sauwohl hier draussen. Bis minus 15 Grad hielten sie locker aus. Solange es noch Gras gebe, sei für sie alles in Ordnung.

Und ich habe auch gleich ins Gras gebissen. Ihr glaubt es nicht. Da hat vor mir eine Hündin reingepieselt, die war schon läufig! Ja, das geht im Februar schon los. Ich schnappe mir also das Grasbüschel und klappere mit den Zähnen, damit mein Jacobsonsches Organ auch das hinterletzte Pheromon erhaschen kann. Mein Mensch schaut mich ganz mitleidig an und sagt: «Armer Kerl, ist dir so kalt? Komm, wir gehen nach Hause.» Aber ich klappere doch nicht vor Kälte . . .! Junge Junge, ich will doch nicht zurück. Ich will weiter, immer schön diesem verlockenden Duft nach. Du hast ja warm in deinen Schuhen, und ich habe eh keine Thermorezeptoren in meinen Pfoten. Also mach hinne, damit wir sie noch einholen… (Christian Breitschmid)

Dietwil: Tiefe Minus-Temperaturen machen die Waldarbeit leichter

Beste Bedingungen: Koni Stocker (links) rückt Sturmholz in die richtige Lage, während Geschäftsführer Pius Wiss die anfallenden Arbeiten koordiniert.

Beste Bedingungen: Koni Stocker (links) rückt Sturmholz in die richtige Lage, während Geschäftsführer Pius Wiss die anfallenden Arbeiten koordiniert.

Pius Wiss lacht: «Das Wetter ist ideal für uns.» Der diplomierte Förster und Forstunternehmer trifft jetzt auf beste Bedingungen für den Holzschlag.

Im Oberrüter Wald liegt viel Sturmholz kreuz und quer. «Wenn der Boden gefroren ist, können wir problemlos mit unseren Maschinen in den Wald», sagt Pius Wiss, Inhaber und Geschäftsführer der Wiss AG, Dietwil, welche die mechanisierte Holzernte mit Vollernter und Forwarder im befahrbaren Gelände genauso anbietet wie die motormanuelle Holzernte, Pflegearbeiten im Jungwald und weitere forstliche Tätigkeiten. «Selbst auf sonst schlecht tragfähigen Böden können wir jetzt gut arbeiten.» Das Sturmholz, das aufgerüstet werden muss, lässt sich leicht an die richtige Stelle ziehen, wo es mit dem Vollernter bequem angefahren und verarbeitet werden kann. «Im Moment kann man fast alles machen», ist Wiss zufrieden.

Die Maschinen laufen in der Regel auch bei minus 10 Grad problemlos. Vielleicht macht mal eine schon etwas müde Batterie schlapp, mehr nicht. «Erst ab minus 15 Grad kann es bei Maschinen zu Schwierigkeiten kommen, wenn der Stahl zu kalt wird.»

Auch die Arbeiter werden durch tiefe Minustemperaturen nicht in ihrer Arbeit behindert, im Gegenteil. «Die strenge körperliche Tätigkeit hält warm, zudem schützt uns die richtige Kleidung vor Auskühlung», weiss Wiss. «Die Arbeit ist jetzt auf jeden Fall viel angenehmer, als wenn die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen und der Boden nass und dreckig ist.» Schöner ist sie allemal, vor allem dann, wenn noch die Sonne durch das Geäst scheint. Der Maschinist verfügt zudem über eine geheizte Kabine. «Der ist nur dann nicht begeistert, wenn er draussen etwas flicken muss.»

Eine Kältezulage bekommen die zwölf Forstleute, die Wiss beschäftigt, nicht. «Wenn schon, müssten sie eine Regenzulage erhalten», sagt Wiss, «aber auch die gibt es nicht.» Er erinnert sich, wie er im Januar 1985 einen Lehrlingskurs gab – bei minus 25 Grad. «Solange wir körperlich arbeiteten, ging es. Die Instruktionen gaben wir rund um ein grosses Holzfeuer.» Zu einem solchen könnten Waldarbeiter ebenfalls flüchten. Holz haben sie ja genug. (Eddy Schambron)

Rottenschwil: Am Flachsee wird es dem Ornithologen warm ums Herz

Josef Imhof ist häufig am Flachsee.

Josef Imhof ist häufig am Flachsee.

Sein Hobby lässt ihn die Kälte vergessen: Josef Imhof freut sich speziell im Winter über das Vogelreich.

Während viele Menschen die eisige Kälte meiden und sich drinnen verkriechen, ziehen die tiefen Temperaturen einige erst recht aus dem Haus. Josef Imhof ist einer von ihnen. Der Zuger ist gestern Morgen bereits um 9 Uhr von Rottenschwil in Richtung Zufikon losgelaufen, um entlang dem Flachsee seiner grossen Leidenschaft nachzugehen: der Ornithologie. Davon kann ihn auch die Kälte nicht abhalten: «Ich muss schon sagen, heute ist es extra kalt, doch ich mache dieses Hobby wahnsinnig gerne. Da habe ich mich einfach dick eingepackt.»
Und der Ausflug an den Flachsee hat sich gelohnt. Denn im Winter sehe man da ganz spezielle Schauspiele. So zum Beispiel die Weissstörche. «Ich habe heute schon 54 Stück gesehen», erzählt der 77-Jährige begeistert. «Hier», ruft er entzückt, «hier fliegt eine ganze Gruppe, die auf der Suche nach Futter ist.» Warum sie seit einigen Jahren nicht mehr nach Afrika fliegen, kann er sich auch nicht erklären. «Manchmal, wenn der Boden so zugefroren ist, tun sie mir leid. Doch wenn sie in der Gruppe losziehen, werden sicher etwas finden.»

Imhof kommt häufig an den Flachsee. «Von hier kehre ich fast immer mit Erfolg nach Hause zurück», berichtet er. Er sei überrascht, dass er keinen anderen Ornithologen getroffen habe. Auch dass ein so grosses Stück des Sees gefroren sei, habe er nicht erwartet.
«So, jetzt muss ich gehen und mich aufwärmen», sagt Imhof, packt seinen Rucksack und wendet sich zum Gehen. Ein paar Meter weiter bleibt er stehen und beobachtet fasziniert mit seinem Feldstecher die Löffelenten, die sich zwischen Eisschollen gruppiert haben. Er verfolgt ihr Treiben und entdeckt eine Gruppe Schwäne, die hinter kahlen Pflanzen Windschutz suchen. (Melanie Burgener)

Ennetbühl: Winter-Töff-Treff: Verstehen muss man das nicht

Passt: Wintertreffen der Motorradfreunde Toggenburg in Ennetbühl.

Passt: Wintertreffen der Motorradfreunde Toggenburg in Ennetbühl.

Es gibt welche, die tun es immer wieder: mit dem Motorrad an ein Wintertreffen für Motorradfahrer fahren. Letztes Wochenende war es für mich auch keine Frage.

Die Anfahrt an das Wintertreffen der Motorradfreunde Toggenburg ist eine gute Vorbereitung auf das, was kommen sollte. Den Körper selber kann man problemlos gegen Kälte schützen: Thermounterwäsche darunter, Wärme spendende Kleidungsstücke darüber, nochmals winddichte Motorradbekleidung darüber. Funktioniert allerdings nicht für Zehen, Finger und Nasenspitze. Noch kaum auf der Autobahn angelangt, sind Finger und Zehen klamm. Und selbstverständlich kriecht die Kälte irgendwie über eine Lücke in die Verpackung, es ist wie bei Dauerregen.

Raststätte Fuchsberg. Anhalten, aufwärmen und Kaffee trinken oder durchfahren? Ich entscheide mich, kurz anzuhalten, die Hände an den Zylindern der Moto Guzzi aufzuwärmen und weiter zu fahren. Denn das Auspacken in der warmen Beiz ist mühsam, aber nötig, denn sonst kommt man sofort ins Schwitzen. Und der «Chuenagel» meldet sich mit einer Wucht, die das Halten der Kaffeetasse schwierig macht. Das lasse ich erst am Mittag in einer Beiz in Ebnat-Kappel über mich ergehen. Der Wirt lässt mir Zeit, mich aus den Klamotten zu schälen. Das Wetter ist für Motorrad-Winterfahrer ideal: trockene Kälte und saubere Strassen.

Ankunft in Ennetbühl, auf dem Platz des Wintertreffens. Zwei grosse Lagerfeuer brennen, zur Begrüssung gibts einen warmen Punsch. «Zeltplatz ist da hinten», sagt der bärtige Begrüsser und zeigt auf eine gefrorene, noch leicht schneebedeckte Wiese. Das Zelt ist schnell aufgebaut, Vollschaum-Isomatte auf den Boden, Luft-Isomatte drauf, Schlafsack drauf, Wolldecke drauf. Sollte passen für die Nacht. Bis es soweit ist, bestaunen wir interessante Gefährte und angebrachte Vorkehrungen gegen Väterchen Frost, hocken zusammen um die Lagerfeuer, braten Würste, wärmen Schützengarten-Flaschen an, weil Bier tatsächlich auch zu kalt sein kann. Cordula aus Deutschland (ja, vereinzelt sind auch winterharte Frauen da) kocht Kaffee, Schnaps ist da, Benzingespräche, Witze, gute Stimmung bis tief in die Nacht hinein. Der beste Spruch des Abends kommt von Wolfgang: «Vor 30 Jahren hätten wir gesagt, was ist das bloss für ein Altersheim hier.»

Wirklich gut schlafen ist nicht drin. Zwar einigermassen warm eingepackt im Schlafsack, muss man ja trotzdem Luft holen, kalte Luft. Die Füsse, die den ganzen Tag und den Abend in Töffstiefeln gesteckt haben und auf dem gefrorenen Boden unterwegs waren, wollen und wollen nicht richtig warm werden. Einmal eingenickt, rutscht garantiert der Schlafsack über die Schulter. Und wehe dem, der viel Bier getrunken hat bei minus 10 Grad. Wenn die Blase drückt, muss man raus, auch wenn die Bise am Zeltgestänge rüttelt.

Es beginnt zu tagen. Die Glut vom Lagerfeuer braucht nur wenig Nahrung, um wieder richtig zu wärmen. Langsam kriechen alle aus dem Zelt, nicht tiefgefroren, aber zerknittert. «Gut geschlafen?» Das ist an diesem Morgen die überflüssigste Frage, die es überhaupt gibt. Die Unterhaltung ist buchstäblich müde, auch wenn der kalte Wind jeden schnell wach werden lässt. Kaffee, Tee, dann folgt der mehr oder weniger zügige Abbau der temporären Behausung. Noch ein paar Worte, «nächstes Jahr wieder, gäll», dann den Anlasser drücken. Der Motor hustet etwas, tut sich schwer anzuspringen, kommt dann doch. Winkewinke mit dicken Handschuhen, Heimfahrt (siehe Textanfang). Zu Hause ab in die heisse Badewanne – so schön. Weshalb man sich so ein Wintertreffen antut? Schwierig zu erklären, aber gut ists. (Eddy Schambron)

Oberlunkhofen: Mehr Kälte bedeutet: weniger Pestizide

Der Frost macht Bauer Christoph Hagenbuch nichts aus – im Gegenteil, er ist ein natürlicher Schädlingsbekämpfer.

Die Minustemperaturen freuen Bauer Christoph Hagenbuch, weil sie die Schädlinge ärgern. Schnecken oder Kirschessigfliegen sind nämlich alles andere als erfreut über die Kälte: «Der Frost tötet die Eier und die Larven in den oberen Bodenschichten. Die natürliche Art der Schädlingsbekämpfung ist ökologischer als im Frühling Insektizide einzusetzen.»

Allgemein steht die Natur bei Minustemperaturen im zweistelligen Bereich vielerorts still. So auch auf Hagenbuchs Bauernhof in Oberlunkhofen. Die Arbeit geht aber dennoch weiter: «Wenn es so kalt ist, erledige ich oft Administratives und kümmere mich um den Maschinen- und Gebäudeunterhalt.» Das sei prinzipiell jeden Winter so. Ein Problem habe er erst, wenn die Wasserleitungen einfrieren: «Dann müssen wir den Tieren das Wasser selber bringen. Hat man beispielsweise 50 Kühe, die je 20 Liter Wasser trinken, so kann die zusätzliche Arbeit schon mal ein paar Stunden in Anspruch nehmen», erzählt Hagenbuch.

Er habe glücklicherweise eine Tränke im Stall bisher frostfrei halten können. Seine Kühe müssten zurzeit einfach alle von der selben trinken. Den Hühnern müsse er das Wasser momentan selber bringen. Der Aufwand halte sich mit etwa fünf Minuten aber in Grenzen.

Den meisten Tieren mache die Kälte aber nicht viel aus. «Die Rinder fühlen sich bei diesen Temperaturen wohl. Nur die Hühner zucken ab und zu ein wenig zusammen. Sie bleiben etwas länger im Stall, wo sie dann ganz nahe beieinander stehen, um sich warm zu geben. Aber das ist für die Tiere nicht weiter schlimm.»

Die Pflanzen reagieren ebenfalls auf die extremen Temperaturen: Sie fallen in eine Art Gefrierstarre. «Die Knospen der Obstbäume sind zum Beispiel noch zu. Das Austreiben wird durch die Kälte verzögert. Wäre es später im Jahr so kalt geworden, wären die Blüten schon offen und sie würden abfrieren. Dieses Problem hatten wir ja im letzten Jahr bei den Reben und Obstbäumen.» Wenn es dieses Jahr wieder warm wird, wird der Frühling also hoffentlich gesunde Blüten an den Bäumen hervorzaubern. (Natasha Hähni)

Muri: Sie geht auch bei klirrender Kälte ganz nah ran

Barbara Ehrensperger sieht im Aspibach-Tobel genau hin.

Barbara Ehrensperger sieht im Aspibach-Tobel genau hin.

Ihre Bilder sehen aus, als würde Barbara Ehrensperger seit vielen Jahren fotografieren. Aber sie tut es erst seit zwei. Und lässt sich von eisigen Temperaturen nicht abschrecken, ganz im Gegenteil.

Landschaftsfotografie ist nicht ihr Ding. Sie geht lieber näher ran, sucht die Details, die andere gerne übersehen und hält sie fest. «Ich bewege mich Richtung Makro-Fotografie.» Im Aspibach-Tobel zeigt sie auf einen sprudelnden Wasseraustritt, der wunderbare Eisgebilde kreiert. «Das Tobel ist schön, aber als Totale interessiert es mich fotografisch nicht so sehr. Die Eisgebilde hier aber schon», sagt Ehrensperger und schaut das Eis genau an. «Die Strukturen, die sich hier bilden, sind faszinierend.» Sie zückt ihre Canon, ausgerüstet mit einem qualitativ guten Zoom-Objektiv mit 18-135 mm, schaut durch den Sucher, drückt ab. Vor zwei Jahren hat sie mit dem Fotografieren als Hobby angefangen, sich den Umgang mit der Kamera selbst beigebracht. «Es hat mir dann den Ärmel reingenommen.» Die Resultate, die sie erzielt, sind beeindruckend.

Ihre Motive findet Barbara Ehrensperger im eigenen Garten, bei ihren Spaziergängen in der Natur, eigentlich kann sie sie überall antreffen. «Man muss sich nur umschauen, genau hinschauen, aufmerksam sein», schmunzelt sie. Sie lauert allerdings nicht irgendwelchen bestimmten Tieren auf, kennt aber ihre Lebensräume, bewegt sich feinfühlig und rücksichtsvoll in ihnen. Nicht immer kennt sie den Vogel, den sie dann am Abend auf dem Computer hat. «Dann folgt die Bestimmung, auch eine interessante Beschäftigung».

Und anschliessend oft die Veröffentlichung auf ihrem Facebook-Profil. «Facebook ist eine gute Möglichkeit, die Bilder nicht einfach in der Tiefe des Computers verschwinden zu lassen». Gleich macht sie es mit Pflanzen oder Teilen von ihnen. Die Reaktionen auf die Bilder im Facebook sind eindeutig: «Schööön», schreibt eine Freundin, «ganz toll gesehen» eine andere, «ein toller Schnappschuss». Bearbeitet werden die Fotos technisch nicht. «Anstatt irgendwelche Details zu optimieren, gehe ich lieber raus und fotografiere», lacht Ehrensperger, die sich neben der Fotografie noch der Handweberei und der Musik widmet. Früher hat sie gemalt, was vielleicht ihren Sinn für Farbe und Form erklärt.

An eine Ausstellung ihrer Bilder denkt Barbara Ehrensperger allerdings nicht. «Vielleicht vergrössere ich mal eines der Bilder und hänge es auf.» Aber sie freut sich, dass sie über ihre Facebook-Veröffentlichungen mit anderen Naturfotografen in Kontakt gekommen ist. «Es ist spannend, zu sehen, wie andere mit der Kamera arbeiten.» (Eddy Schambron)

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