Arni

Theaterstück hält Spiegel vor: Im Ärztezimmer ist die Hölle los

Die Theatergruppe Arni: hinten v.l.n.r. Dave Wirth, Sophia Ender, Steffi Gertsch, Sascha Kaufmann. Vorne v.l.n.r. Martin Wildhaber, Thomas Huber, Stephie Schnell, Dani Rütimann, Sabine Ender. SAS

Die Theatergruppe Arni: hinten v.l.n.r. Dave Wirth, Sophia Ender, Steffi Gertsch, Sascha Kaufmann. Vorne v.l.n.r. Martin Wildhaber, Thomas Huber, Stephie Schnell, Dani Rütimann, Sabine Ender. SAS

Die Damenriege und der Turnverein Arni wagen in ihrem Theaterstück den heiklen Blick hinter die vermeintlich brave gesellschaftliche Kulisse. Seit November proben sie, die Premiere steht am 22. März auf dem Programm.

Es wird eng um den Murianer Doktor Werner Gschwend (gespielt von Daniel Rütimann). Ausgerechnet heute, wo er vor dem Kongress eine für seine Karriere wegweisende Rede halten soll, platzt eine ehemalige Krankenschwester (Stephie Schnell) in sein Ärztezimmer und eröffnet ihm, dass sie einen gemeinsamen Sohn haben. Rasch versucht Gschwend, alles zu beruhigen.

Doch als dann auch der heimliche Sohn (Dave Wirth) plötzlich im Spital umherirrt und nach seinem Vater sucht, geraten die Dinge vollends ausser Kontrolle. Dr. Gschwend versucht, seinen Sohn und die verflossene Affäre vor seiner Frau (Sabine Ender) und seiner Chefin (Monica Maurer) zu verheimlichen, währenddem die Vorbereitungen für seine Rede völlig über den Haufen geworfen werden.

Zu Hilfe kommt ihm einzig Kollege Dr. Böhni (Thomas Huber), dessen tollpatschiger Einsatz Dr. Gschwend vorübergehend aus der Patsche hilft, bevor neues Unheil über den Arzt hereinbricht.

Schmunzelfaktor und neue Regie

«. . . Und alles uf Chrankeschiin!» ist eine zackige Dreiakt-Komödie basierend auf dem englischen Original von Ray Cooney. Die Damenriege und der Turnverein Arni, die alle zwei Jahre gemeinsam ein Theater auf die Bühne bringen, scheuten keinen Aufwand, um die englische Story mit Freiämter Lokalkolorit aufzupeppen und pünktlich für die Premiere am kommenden Samstag in theatralische Fahrt zu kommen.

«Der Schmunzelfaktor in unserer Komödie ist hoch, das Stück passt perfekt auf unsere kleine Theaterbesetzung», freut sich Sascha Kaufmann, der heuer zum ersten Mal als Regisseur amtet.

Ob das Stück voll Lug und Trug besonders gut in ein kleines Dorf wie Arni passe, auf diese Frage lächelt der Neo-Regisseur und meint dann diplomatisch: «Ich glaube, wir halten der modernen Gesellschaft mit dieser Komödie ein Stück weit den Spiegel vor. Gut möglich, dass sich der eine oder andere Zuschauer in einer unserer Figuren wiedererkennt.»

Rasantes Spiel

Seit dem letzten November proben die neun Schauspieler mit Regisseur und Souffleuse ein- bis zweimal wöchentlich für die vier Auftritte Ende März. Regisseur Sascha Kaufmann hat die erfahrene Truppe bestens im Griff.

Wieso ausgerechnet die Sportvereine immer wieder talentierte Schauspieler aus ihren Reihen hervorbringen, kann er sich zwar nicht erklären. «Wir haben es aber geschafft, ein rasantes, facettenreiches Spiel aufzuziehen, das den Blick hinter unsere vermeintlich brave gesellschaftliche Fassade zulässt.»

Aufführungen «...Und alles uf Chrankeschiin» von Damenriege und des Turnverein Arni: Sa, 22.3., 14 Uhr (Kinder gratis) und 20 Uhr; Mi, 26.3., 20 Uhr, Fr, 28.3., 20 Uhr, Sa, 29.3., 20 Uhr.

Infos/Reservation: www.theaterarni.ch.

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