Sportanlage Burkertsmatt
Teure Schäden, Versicherungen machen Druck: Jetzt sollen 19 Kameras Vandalen abschrecken

Die Schäden auf der Mutscheller Sportanlage Burkertsmatt haben ein zu grosses Ausmass angenommen. Der Gemeindeverband setzt nun auf Videoüberwachung.

Marc Ribolla
Merken
Drucken
Teilen
Die Fassade der Burkertsmatt besteht aus sehr viel Glas. Auch aktuell ist wieder eine Scheibe (links) beschädigt.

Die Fassade der Burkertsmatt besteht aus sehr viel Glas. Auch aktuell ist wieder eine Scheibe (links) beschädigt.

Marc Ribolla

Der Gemeindeverband der Sportanlage Burkertsmatt auf dem Mutschellen greift zu Massnahmen, um den Sachbeschädigungen auf dem Areal vorzubeugen. Mit insgesamt 19 Videokameras sollen der Aussen- und auch der Innenbereich überwacht werden. Noch bis 12.Januar liegt das entsprechende Reglement zur Videoüberwachung auf den drei Gemeindekanzleien von Widen, Rudolfstetten und Berikon öffentlich auf oder kann auf der Website www.burkertsmatt.ch eingesehen werden.

«Es ist schade, dass wir das tun müssen. Aber es blieb uns keine andere Wahl mehr», erklärt Marcel Signer, Präsident des Verbandsvorstands der Burkertsmatt. Es seien vermehrt Vandalenakte passiert, die nun ein Handeln nötig machten.

Eine grosse Glasscheibe kostet 10'000 Franken

«Es geht dabei vor allem um die Glasschäden. Nachdem uns eine Versicherung bereits den Vertrag gekündigt hatte, erklärte uns nun auch die zweite Versicherung, dass wir diesbezüglich handeln müssen», sagt Signer. Wer die Burkertsmatt gut kennt, weiss, dass die Halle besonders viel Glasbereich aufweist. Erst kürzlich wurde wieder eine der grossen Glasscheiben an der Dreifachhalle zerstört.

«Eine solche Scheibe kostet rund 10'000 Franken, wenn sie ersetzt werden muss», erläutert der Verbandspräsident. Um so eine Spezialscheibe mit einem Stein zu beschädigen, brauche es einen grossen Aufwand.

Im Reglement ist klar beschrieben, welche Bereiche im Überwachungsperimeter liegen. Im Innern des Erdgeschosses haben sechs Kameras die Eingänge und die Garderobengänge im Blickfeld, die restlichen 13 Kameras überwachen den Aussenbereich mit den Glasfronten, Fassaden und Eingängen. Überwacht wird die Burkertsmatt aber nicht rund um die Uhr per Video. Die Kameras sind zwar Samstag und Sonntag durchgehend, unter der Woche aber nur abends und während der Nacht in Betrieb. Marcel Signer ist zuversichtlich, dass diese eine Wirkung haben werden: «Wenn man die Täterschaft so feststellen kann, ist allen gedient.» Mit ähnlichen Überwachungen an Schulen oder Freizeitanlagen habe man in der Region gute Erfahrungen gemacht.

Aufnahmen werden nach sieben Tagen gelöscht

«Die Zerstörungen haben merklich abgenommen, wie mir versichert wurde. Nur schon die Tafel mit dem Hinweis der Videoüberwachung nützt präventiv», so Marcel Signer. Solche Hinweistafeln werden auf der Burkertsmatt bei jeder überwachten Stelle gut sichtbar angebracht – inklusive QR-Code, der zum Reglement führt. Die Aufnahmen werden nach sieben Tagen gelöscht. Bei Vorkommnissen erstattet der Verband eine Meldung an den technischen Betreiber der Kameras, der die Aufnahmen auswertet.

Gemäss Reglement werden die Kameras so ausgerichtet, dass keine Privatliegenschaften erfasst sind. Wenn alles problemlos abläuft, tritt das Videoreglement per 15.Januar 2021 in Kraft. «Anschliessend dürfte es mit der Umsetzung sehr schnell gehen», sagt Marcel Signer. Und die unsinnigen Vandalenakte der Vergangenheit angehören.