Sins

Temporäre Maskenpflicht auf Schulareal: So gehen die Schüler damit um

Die Maskenpflicht gilt auch im Freien.

Die Maskenpflicht gilt auch im Freien.

Nach Coronafällen an der Oberstufe: Damit sie gesund bleiben, ziehen die Schüler aus Sins gerne eine Maske an. Auch die Lehrpersonen haben sich an die Massnahme gewöhnt.

Auf dem Pausenplatz der Schulanlage Ammannsmatt in Sins ist alles ruhig. Einzig drei Schülerinnen sitzen an einem Holztisch und lösen konzentriert ihre Aufgaben. Zwischendurch schleppt der Hauswart schwere Geräte über den Platz. Was beim Betrachten dieser Situation sofort auffällt: Alle Beteiligten tragen eine Maske.

Dass alle Personen, die sich auf dem Oberstufenareal Sins aufhalten, auch im Freien eine Maske tragen müssen, ist seit dem vergangenen Dienstagmorgen Pflicht. Der Kanton und die Schulleitung wollen mit dieser Massnahme verhindern, dass sich noch weitere Schülerinnen und Schüler infizieren und sich in Quarantäne begeben müssen.

Über 130 Jugendliche lernen über Fernunterricht

Denn tatsächlich befinden sich seit dem 10. September immer noch einige der ursprünglich über 130 Jugendlichen in Quarantäne und folgen dem Unterricht aus der Ferne. Die betroffenen Schülerinnen und Schüler sind alle vor etwa zwei Wochen aus einem Lager zurückgekehrt. Kurz danach seien die ersten Jugendlichen mit leichten Erkältungssymptomen positiv auf das Coronavirus getestet worden. «Am Dienstagabend vor einer Woche war dann klar, dass alle Schüler und Lehrpersonen, die im Lager dabei waren in Quarantäne müssen», sagt Schulleiterin Veronika Burren.

Nach dem Schreck nun Maskenpflicht an der Schule in Sins: "Die Schüler tragen die Massnahme mit"

"Die Schüler tragen die Massnahme mit": Schulleiterin Veronika Burren im Video-Interview.

 

Dass die Krankheit bei den Jugendlichen erkannt worden war, könnte laut Burren auch ein Zufallsbefund gewesen sein. Denn die Schulleitung habe schon vor dem Klassenlager verlangt, dass die Jugendlichen sich bei einer Erkältung testen lassen. «Als so viele positiv waren, sind wir erschrocken», erzählt Burren. «Doch wir sind froh, dass niemand starke Symptome hat.» Die meisten der positiv getesteten Schüler hätten über einen rauen Hals oder andere übliche Erkältungssymptome geklagt. Ab dem kommenden Montag dürften aber alle Klassen wieder vollständig am Unterricht teilnehmen.

Für Schüler sind die Masken kostenlos

Die zehntägige Quarantäne endet also am Montag, doch die Maskenpflicht bleibt noch zwei weitere Wochen. «In der letzten der insgesamt drei Wochen haben wir aber bereits Herbst­ferien», so Burren. Die Schutzmasken werden jeden Morgen kostenlos am Eingang zum Schulareal verteilt. Die Schulleiterin ist froh, dass die Schüler in dieser Situation so viel Verständnis zeigen: «Es tragen alle ihre Masken, auch wenn die Begeisterung nicht bei allen gross ist. Wir hatten auch nie das Problem, dass Eltern ihre kranken Kinder in die Schule geschickt haben.»

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Coronavirus im Klassenlager: 150 Sinser Schüler und 12 Lehrer in Quarantäne (15. September)

Weil mehrere Oberstufenschüler in einem Klassenlager positiv auf das Coronavirus getestet wurden, befinden sich nun 150 Schülerinnen und Schüler sowie ein Dutzend Lehrer in Quarantäne. An der Oberstufe in Sins wartet man aktuell auf die weiteren Weisungen der Contact Tracer und so lange finden die Lektionen im Fernunterricht statt.

Auch für den Sportunterricht habe sich eine Lösung gefunden. «In der Verfügung heisst es, wenn man den Abstand von 1,50 Meter einhalten kann, darf man die Maske abziehen», erklärt Burren. Die Schüler spielen nun statt Fussball einfach Tischtennis oder Badminton. Auch in anderen Fächern sind Masken unproblematisch. «Es ist anders, aber man gewöhnt sich dran», erzählt eine Schülerin und ihre Kollegin pflichtet ihr bei: «Manchmal ist es etwas heiss, aber dafür bleiben wir gesund.» Eine andere Schülerin erzählt: «Ich hab die Maske schon vor der Pflicht getragen, um meine Familie zu schützen.»

Lehrerin Helen Brun lässt sich von dieser Massnahme auch nicht aus der Ruhe bringen. «Nur meine Brille beschlägt immer», sagt sie und lacht. «Aber damit komme ich klar. In Pflegeberufen tragen sie immer eine Maske. Dann können wir das auch.»

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