Seit November hat Wohlen seine erste Tempo-30-Zone: Grossräumig darf im Gebiet rund um Badi, Eisbahn und Kanti, also im Quartier Wil-Aesch-Bünzmatt nicht mehr 50 km/h gefahren werden.

Gut für die Gemeinde: Das Ganze hat nur etwa die Hälfte der ursprünglich geschätzten Kosten verursacht. Denn anstelle von baulichen Massnahmen wurden lediglich Signaltafeln und Bodenmarkierungen angebracht. So betrugen die Kosten samt Gutachten rund 26 400 Franken anstelle der 2008 berechneten 50 000 Franken. Die Kosten wurden dem laufenden Budget belastet.

Polizei beginnt bald mit Radar

Ob sich die Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung ohne bauliche Schikanen lohnt, muss sich erst noch zeigen. Denn während des ersten Jahres fordert der Kanton, dass die Gemeinde die Wirksamkeit der Tempo-30-Zone überprüft. Falls dennoch zu viele Geschwindigkeitsübertretungen in dem Gebiet gemessen werden sollten, müsste die Gemeinde teurere bauliche Massnahmen ergreifen.

Bisher hat die Regionalpolizei aber noch keine Geschwindigkeitsmessungen in dem Gebiet gemacht. Man lasse den Leuten erst einmal eine Eingewöhnungsphase, heisst es seitens der Repol. Neben Radargeräten soll auch auf das Geschwindigkeitsmessgerät Speedie zurückgegriffen werden. Dafür ist die Abteilung Planung, Bau und Umwelt der Gemeinde zuständig.

Alle Quartiere Tempo 30

Die erste 30er-Zone im Gebiet rund um Badi, Eisbahn, Kanti und das Schulhaus Bünzmatt gilt als Vorreiter. Nun sollen weitere Gebiete folgen. 2014 ist die Einführung von Tempo 30 im Gebiet Halde inklusive Pilatusstrasse vorgesehen. Auch hier sollen die Kosten minimal gehalten werden, indem vorerst auf bauliche Massnahmen verzichtet wird. Bezahlt wird auch diese Zone über das laufende Budget, im Finanzplan 2012–2016 ist die etappenweise Einführung von Tempo 30 in allen Wohler Quartieren vorgesehen.

Somit hat der Gemeinderat auch eine Motion der Gruppe Eusi Lüüt & Grüne vom 17. September 2007 erfüllt, die eine Weiterprojektierung von Tempo-30-Zonen gefordert hat.