Hilfikon

Tausende Motocross-Fans feiern im Freiamt das erste Fest des Frühlings

Hoch, schnell,gefährlich und laut: Die Stimmung bei den 7000 Motocross-Fans hätte besser nicht sein können. Bei Bratwurst, Bier und viel Sonne wird das Motocross Wohlen 2013 zum Vollerfolg

Ein Verdacht drängt sich auf: Petrus hat seit diesem Jahr eine Motocross-Maschine in der Garage stehen. Oder er ist neuerdings mit Ueli Hilfiker per Du. Der OK-Präsident strahlt mit der Sonne und den rund 7000 Zuschauern in Hilfikon um die Wette: Es herrscht am Sonntag Kaiserwetter am Motocross Wohlen 2013.

Es ist Motocross und alle gehen hin

Die Stimmung unter den Zuschauern könnte besser kaum sein; nicht herauszufinden, ob es am Röhren der Motoren, den spektakulären Sprüngen oder einfach am prächtigen Frühlingswetter liegt, aber Hilfiker lügt nicht, wenn er sagt: «Ich bin vollauf zufrieden, weil ich hier nur glückliche Leute sehe.»

Es sind Leute mit Bier, Bratwurst und Programmheftchen in der Hand, Leute, die bis letzte Woche die Wochenenden eher beim Bowlen und Jassen als draussen im Freien verbracht haben. Dass heute ein Rennen der offiziellen Europameisterschaft im Motocross stattfindet, rückt fast ein wenig in den Hintergrund.

Wer denkt, dass nur während der Rennläufe der Topstars massenhaft Zuschauer die Strecke säumen, irrt gewaltig. Einzig über Mittag ziehen sich einige ins schattige und kühle Festzelt zurück. Ansonsten fühlen sich die meisten mitten in der Arena am besten aufgehoben, sei es neben der Brücke beim Midland-Sprung, an der Zielgeraden oder auf den Bänken am Hang.

Zum Spektakel keine Stürze nötig

Den Fans von hoch, schnell, gefährlich und laut wird am Motocross Wohlen ein wahrer Leckerbissen geboten. Die kleinen Gäste können auf Minikarts abseits der Rennstrecke ihre Runden drehen, und wer den Nervenkitzel auf die Spitze treiben will, steigt in den Helikopter und leistet sich einen Rundflug übers Freiamt. Doch die Strecke allein bietet Spektakel genug.

Alle, die schon einmal einen Seitenwagen blind über eine Kuppe haben springen sehen, wissen, was gemeint ist.

In Wohlen bestaunen die Zuschauer die Fahrer jeweils aus nächster Nähe. Trotzdem sind Zwischenfälle sehr selten: Einige Stürze nach Kollisionen und, eine Stufe kritischer, ein Seitenwagen-Team, das nach dem Raiffeisen-Sprung die Kontrolle verliert.

Die Maschine räumt den Zaun und gleich auch einen Zuschauer in der Nähe des Zauns ab. Glücklicherweise kommen Fahrer und Zuschauer mit dem Schrecken davon.

Für die Schweizer Fahrer ist Wohlen ein Höhepunkt. «Hier sind alle etwas übermotiviert, weil die Saison beginnt», weiss Hilfiker. Extra-Motivation gibts dieses Jahr auch fürs OK. Wetter sei Dank, können sie ein finanzielles Polster anlegen. Wer weiss schon, ob Petrus seine neue Höllen-Maschine auch wirklich behält . . .

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1