Oberlunkhofen

Tanzen zu Trommeln und Techno

Die Drum ’n’ Pipe Band Marama bringt das Publikum vor der Zeltbühne kräftig zum Tanzen.

Die Drum ’n’ Pipe Band Marama bringt das Publikum vor der Zeltbühne kräftig zum Tanzen.

Am Openeye Open Air wurde bis in den Morgen zwischen Scheune und «Öpfelchäller» gefeiert. Der teils matschige Untergrund kann die Leute nicht vom Tanzen abbringen.

Energisch feuern die Melodien aus dem Dudelsack das Publikum an, scheinen es zu treiben, zu hypnotisieren, dulden kein Herumstehen. Aus Hippies, Bauern und Bankern wird eine homogene Masse, die sich zu den Dudelsackklängen bewegt wie eine Schlange vor dem Flötenspieler. Ein Publikum, das so bunt gemischt ist wie die Musik selbst.

Openeye

Openeye

Marama am Openeye Oberlunkhofen

Ob Gitarre und sozialkritischer Gesang, ob Hip-Hop, Reggae oder Techno Beat, das Publikum scheint gleichmässig fröhlich in den Morgen zu tanzen. Ein Besucher zieht sein Fazit: «Für mich ist das Openeye ein fester Termin, ich komme schon seit über zehn Jahren. Besonders gerne besuche ich jeweils das Konzert am Samstag um 22 Uhr im Öpfelchäller. Da kommen immer Künstler, die etwas zu sagen haben, auch dieses Jahr wurde ich nicht enttäuscht.» Es spielt William Wormser, der seine kritischen Songtexte in eine dicke Schicht Humor und witzige Wortspiele verpackt.

Openeye hat sich bewährt

Auch wenn es einige Neuerungen wie etwa eine Jam-Bühne, Holzdruck oder ein Improvisationstheater gibt, vieles ist beim Alten geblieben. Und das ist sicher gut so. Denn das Fest auf dem Bauernhof funktioniert so, wie es ist: abwechslungsreiche Musik, friedliche Stimmung, ein alternatives Open Air, das nicht nur den Alternativen einen Raum bietet, sondern sehr unterschiedliche Menschen nach Oberlunkhofen lockt. So freuen sich einige Besucher, dass veganes Essen angeboten wird, aber eben nicht nur: Auch das Fleisch vom Grill fehlt nicht.

Und schliesslich kann man am Openeye auch immer wieder etwas entdecken: Etwa die Feuerkünstler, die zur Musik Feuerbälle um sich schwingen. Nicht auf der Bühne, sondern auf der Wiese zeigen sie ihre künstlerische Darbietung denen, die das Glück haben, in diesem Moment dort zu sein.

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