Wohlen
Tankwagenbrand auf dem Isler-Areal

Hauptübung der Feuerwehr Wohlen stiess im Dorfzentrum auf grosses Interesse. Schliesslich erhielt auch das Publikum die Gelegenheit, mit der Löschdecke selber Pfannen- oder Fernsehbrände zu löschen.

Fabian Hägler
Merken
Drucken
Teilen
Feuerwehrübung Wohlen
7 Bilder
 Feuerwehrübung in Wohlen.
 Feuerwehrübung in Wohlen.
 Feuerwehrübung in Wohlen.
 Feuerwehrübung in Wohlen.
 Feuerwehrübung in Wohlen.
 Feuerwehrübung in Wohlen.

Feuerwehrübung Wohlen

Kurz nach 14 Uhr ging die Alarmmeldung für alle Angehörigen der Wohler Feuerwehr raus: «Tankanhänger, Brand, Isler-Areal, Wohlen». Nur ein paar Minuten später waren bereits die ersten Sirenen zu hören, und als Ueli Spring zu seiner letzten Hauptübung aus dem Einsatzleiter-Fahrzeug sprang, loderten die Flammen kräftig aus dem Anhänger.

Vorbei an den zahlreich erschienenen und lautstark applaudierenden Zuschauern, welche die Übung hinter den Absperrbändern verfolgten, umrundete Spring den brennenden Tankwagen und verschaffte sich in kurzer Zeit einen ersten Überblick der Situation. Als er zum Sammelplatz zurückkehrte, bog bereits das Universal-Löschfahrzeug aufs Isler-Areal ein und wurde sofort eingewiesen. Die ersten Feuerwehrleute rüsteten sich mit Atemschutzmasken und Sauerstoffflaschen aus und rückten dem Brand mit Wasser zu Leibe.

Löschen mit drei Mitteln

«Diese beiden Männer haben den Auftrag, die Räder und den Tank mit Wasser zu kühlen», kommentierte der Wohler Feuerwehrkommandant Marcel Christen über die Lautsprecheranlage. Derweil wurden bereits die nächsten Brandbekämpfungsmittel in Stellung gebracht. Zwei weitere Trupps rollten ihre Schläuche aus und bekämpften den Brand darauf mit Löschschaum. «So kann die ausgelaufene Flüssigkeit am Boden bedeckt werden, wir verhindern, dass sie sich auch noch entzündet», erläuterte Christen.

Auch der immer noch brennende Tankwagen wurde kräftig eingeschäumt. «Der Schaum hat eine kühlende Wirkung und erstickt die Flammen», erklärte der Feuerwehrkommandant die Wirkungsweise. Als drittes Löschmittel setzt die Feuerwehr bei einem derartigen Brand auch Pulver ein. Die beiden Pulverlöscher befinden sich auf dem Universallöschfahrzeug, «von dessen Leiter aus wir den Brand auch von oben bekämpfen könnten», wie Marcel Christen ausführte. Für den nötigen Wassernachschub sind 5000 Liter im Universallöschfahrzeug vorhanden, anschliessend wird Wasser von Hydranten oder aus einem offenen Gewässer zugeführt.

Bis zu 5000 Liter pro Minute

Als der Tankwagen gelöscht war, demonstrierte die Feuerwehr unter der Leitung von Pascal Koch ihre verschiedenen Wasserverbraucher. Die breite Palette reicht vom kleinen Strahlrohr mit einer Minutenleistung von 19 bis 120 Litern bis zum grossen Wasserwerfer auf dem Dach des Universallöschfahrzeugs, der pro Minute maximal 5000 Liter Wasser gegen die Flammen sprüht. Bezogen wurde diese beträchtliche Wassermenge aus einem provisorischen Ausgleichsbecken, das über eine Schlauchleitung direkt aus der Bünz gespiesen wurde.

Schliesslich erhielt auch das Publikum die Gelegenheit, mit der Löschdecke selber Pfannen- oder Fernsehbrände zu löschen. In der Tiefgarage konnten die Besucher auch die Atemschutzausrüstung anziehen und erleben, wie sich Feuerwehrleute im Einsatz fühlen. Den Abschluss bildete ein Apero für alle Zuschauer.