Rudolfstetten

Täglich 1250 Fahrgäste: Aargau Verkehr baut den Bahnhof Rudolfstetten um

Der Bahnhof Rudolfstetten im heutigen Zustand.

Der Bahnhof Rudolfstetten im heutigen Zustand.

Bis 2024 wird der Bahnhof behindertengerecht neu gestaltet. Die AVA geht von Kosten in der Höhe von fast vier Millionen Franken aus.

Der heutige Bahnhof der Aargau Verkehr (AVA) in Rudolfstetten entspricht den Vorschriften des Behindertengleichstellungsgesetzes nicht mehr. Dieses schreibt aber vor, dass bis spätestens Ende 2023 der öffentliche Verkehr den Bedürfnissen der behinderten und altersbedingt eingeschränkten Reisenden entsprechen muss. Deshalb plant die AVA, den Bahnhof Rudolfstetten umzubauen. Im Amtsblatt ist seit Montag die Generalplanungssubmission für die Phasen Vorprojekt bis Ausführung ausgeschrieben.

Der Projektperimeter hat eine Länge von rund 800 Metern. In der Ausschreibung wird das Vorhaben wie folgt umschrieben: «Der Mittelperron und das strassenseitige Gleis werden abgebrochen. Entlang der Strasse wird ein neuer Aussenperron mit einer Nutzlänge von 105 Metern erstellt. Das abgebrochene Gleis wird durch ein neues Gleis ersetzt. Der Aussenperron wird mit einer neuen Rampe aus der bestehenden Personenunterführung erschlossen.»

Umbau ist in den Jahren 2023 und 2024 vorgesehen

Die Haltestelle Rudolfstetten benützen täglich im Schnitt rund 1250 ein- und aussteigende Fahrgäste. Die Ausführung des Bahnhofumbaus soll bei optimalem Verlauf zwischen Frühling 2023 und Frühling 2024 erfolgen und ist abhängig vom Zeitpunkt der Baubewilligung durch das Bundesamt für Verkehr. Um allfällige Einschränkungen für die Reisenden zu definieren, ist es noch zu früh. Aargau Verkehr geht von Baukosten in der Höhe von etwa 3,7 Millionen Franken aus.

Schon vor dem Umbau in Rudolfstetten werden weitere Haltestellen angepasst. Erwin Rosenast, Leiter Kommunikation der AVA, sagt zur AZ: «Aargau Verkehr ist auf der Linie S17 (Dietikon–Bremgarten–Wohlen) auf gutem Weg. Es sind noch wenige Haltestellen, die nicht den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes entsprechen.

Beim Bundesamt für Verkehr wurden die Anpassungen für die Haltestellen Hammergut und Hofacker eingereicht. Die Ausführungen sollen im Sommer 2021 stattfinden.» Bis dato hält der Zug in Rudolfstetten praktisch ausschliesslich auf Gleis 1. Die zukünftige Verwendung des zweiten Gleises ist Teil des Ausbauschritts 2035, wo zwischen Dietikon und Berikon ein möglicher Kapazitätsausbau während der Hauptverkehrszeiten geplant ist. Dieser setzt voraus, dass in Rudolfstetten künftig beide Gleise bedient werden können.

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