Sparen ist angesagt, beim Bund, in den Kantonen, in den Gemeinden. Kein Bereich wird geschont, überall der Hebel angesetzt. Und das alles mit dem angeblich hehren Ziel, die Steuerfüsse möglichst tief zu halten?

Dabei wird völlig ausser Acht gelassen, dass für die meisten Leute nicht ein tiefer Steuerfuss das Mass aller Dinge ist, sondern die Lebensqualität. Sie suchen sich eine Gemeinde aus, die über eine gute Infrastruktur und möglichst viel intakte Natur verfügt. Einen Ort mit einer guten Schule und der Möglichkeit für die Kinder, ihre Freizeit sinnvoll verbringen zu können. Einen Ort mit einem funktionierenden Dorfleben und einer Gesellschaft, in der man sich wohlfühlt.

Tägerig ist so ein Ort: kein Durchgangsverkehr, eine schöne Landschaft, ein funktionierendes Dorfleben, eine gute Infrastruktur und gute Schulen im Dorf und der unmittelbaren Umgebung. Auch deshalb hat sich die Gemeinde in den letzten Jahren gut entwickelt, sind Leute hergezogen, die nicht wenig zur Steigerung des Steuersubstrates beigetragen haben.

In der Diskussion um die Sanierung der Sportanlagen tauchten sie aber wieder auf, diese Rufe nach dem Sparen um jeden Preis, um den der Bildung, um den der Freizeitgestaltung und um den einer funktionierenden Dorfgemeinschaft.

Anfänglich sind die Tägliger darauf hereingefallen, doch im zweiten Anlauf haben sie sich besonnen und die Attraktivität ihrer Gemeinde, die intakte Dorfgemeinschaft und das gute Vereinsleben vorangestellt. Ein Entscheid, der sich auszahlen wird, und zwar in jeder Beziehung.