Neues im Fall Wellington: Nachdem die Disziplinarkommission der Swiss Football League (SFL) den FC Wohlen für die Unterzeichnung zweier verschiedener Arbeitsverträge mit 10 000 Franken gebüsst hat, wurde das Disziplinarverfahren gegen den ehemaligen Wohlen-Akteur Wellington eingestellt.

Dies schreibt Simon Käch, der Anwalt des Brasilianers, in einer Medienmitteilung von heute Dienstag. «Dieser Entscheid ist definitiv», heisst es weiter.

«Die Disziplinarkommission ist der Ansicht, dass das fehlbare Verhalten eindeutig von den Funktionären der FC Wohlen AG ausging», steht im Urteil der SFL. Die Idee für den abgeschlossenen Doppelvertrag sei von den beiden Funktionären Andy Wyder und Urs Bächer gekommen, welche die Verträge vorbereiteten.

«Es ist fraglich, ob der Spieler vorliegend überhaupt klar informiert wurde, was er unterzeichnet hat», heisst es im Urteil weiter. Wellington sei der Vertragssprache nicht mächtig gewesen und wurde andererseits von einem Spieleragenten der Firma SportsCore begleitet, welcher ebenfalls mit der Vorgehensweise einverstanden war.

«Dem Spieler Wellington kann deshalb kein Verschulden nachgewiesen werden», schreibt die SFL.

Bussen für Wohlen-Funktionäre, keine Sanktionen der SFL für Agenten

Die Verantwortlichen des FC Wohlen wurden von der Disziplinarkommission der SFL mit 10 000 gebüsst. «Sie brachten mit ihrem Verhalten den Fussball, und dabei insbesondere die Liga, in Verruf», hält die SFL fest.

Die Disziplinarkommission büsse deshalb den Präsidenten Andreas Wyder, der die Hauptverantwortung zu tragen hat, mit 7000 Franken; der Geschäftsführer Urs Bächer erhält eine Busse von 3000 Franken.

Da die Mitarbeiter der Firma SportsCore der Disziplinargewalt des Fussballverbandes (SFV) unterstehen, konnte die SFL keine Disziplinarsanktionen gegen die involvierten Spieleragenten Davide Persico und Reiner Hertrampf verhängen.

Am 29. November 2013 wurde ein Disziplinarverfahren der Swiss Football League gegen Wellington eröffnet.

Im Fall Wellington hagelt es happige Bussen für sämtliche Beteiligten

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