Razzia in Bremgarten

SVP-Nationalrat Glarner: «Meine schlimmsten Befürchtungen wurden bestätigt»

Das linksautonome Kulturzentrum im Stadtzentrum von Bremgarten war einst eine Kleiderfabrik – nun will Andreas Glarner es kaufen.

Das linksautonome Kulturzentrum im Stadtzentrum von Bremgarten war einst eine Kleiderfabrik – nun will Andreas Glarner es kaufen.

SVP-Nationalrat Andreas Glarner freut sich über die Razzia im Kulturzentrum Bremgarten: «Endlich werden die Behörden aktiv, das ist längst überfällig.» Glarner sieht sich bestärkt in seiner Absicht, das Kuzeb zu kaufen - noch diese Woche trifft er einen Vermittler, um Kontakt zu den Besitzern zu erhalten.

Vor drei Wochen kündigte SVP-Nationalrat Andreas Glarner an, er wolle das Kulturzentrum Bremgarten kaufen. Glarner, der auch im Vorstand der SVP Bremgarten sitzt, bezeichnete das Kuzeb als Schandfleck für die Stadt. Zudem verdächtigte der Hardliner nach Sprayereien vor der Versammlung der Bezirkspartei auch Personen aus dem Umfeld des Kulturzentrums und setzte eine Belohnung von 2000 Franken für Hinweise auf die Täterschaft aus. «Die heutige Situation, die ein bisschen an die Berner Reitschule erinnert, ist eine Schande für Bremgarten», sagte Glarner damals.

Nach der Razzia der Kantonspolizei im Kuzeb vom Dienstag fühlt sich der SVP-Asylchef in seiner Haltung bestätigt. "Meine schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet, offenbar versteckt sich in Bremgarten ein Gewalttäter von Hamburg", sagt Glarner. Es sei höchste Zeit, dass die Justiz endlich aktiv geworden sei und gegen die Linksautonomen vorgehe. "Bedenklich ist aus meiner Sicht, dass der Anstoss dazu von aussen kommen muss und dass es so lange gedauert hat." Natürlich sei noch offen, was die Razzia für Ergebnisse bringen werde, aber grundlos hätten die deutschen Behörden sicher nicht um Rechtshilfe ersucht.

Glarner ist der Ansicht, es hätte schon früher genügend Hinweise auf illegale Aktivitäten im Kuzeb gegeben, damit auch die lokalen Behörden hätten eingreifen können. "Wenn sich nun herausstellen sollte, dass dort ein gesuchter Straftäter Unterschlupf gefunden hat, ist das bedenklich." Glarner sieht sich in seiner Absicht bestärkt, die Liegenschaft zu kaufen, "um diesen Zuständen ein Ende zu setzen", wie er sagt.

Noch diese Woche werde er einen Vermittler treffen, der einen Kontakt zu den Besitzern des Kulturzentrums herstellen solle. "Es geht mir nicht darum, mit der Liegenschaft einen Gewinn zu machen, von mir aus kann man die Gebäude auch abreissen und dort einen grünen Park einrichten", sagt Glarner. Sollte es ihm gelingen, das Kuzeb zu kaufen, dürfte es aber wahrscheinlicher sein, dass eine Immobilienfirma die Liegenschaft übernimmt und dort ein Bauprojekt realisiert. Laut dem SVP-Nationalrat fehlt es dafür nicht an Interessenten. Nach seiner Ankündigung, das Kulturzentrum kaufen zu wollen, hätten sich mehrere mögliche Investoren bei ihm gemeldet.

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