Mutschellen

SVP-Grossrat macht Einsprache gegen neue Praxis von Ingo Malm

SVP-Grossrat Jean-Pierre Gallati will die neue Praxis in Berikon verhindern.

SVP-Grossrat Jean-Pierre Gallati will die neue Praxis in Berikon verhindern.

Der umstrittene Arzt Ingo Malm will auf dem Mutschellen unweit seiner bisherigen Praxis eine neue eröffnen. Gegen das Baugesuch hat nun der SVP-Grossrat Jean-Pierre Gallati Einsprache erhoben.

Ingo Malm will in Berikon auf den 1. April eine neue Praxis eröffnen. Wegen Mietschulden wurde Malm die bisherige Praxis in Rudolfstetten per Ende März gekündigt.

Einsprache gegen neue Praxis von Ingo Malm

Einsprache gegen neue Praxis von Ingo Malm

Nun reicht SVP-Grossrat Jean-Pierre Gallati aus Wohlen eine Einsprache ein. Das Büro des Rechtsanwaltes befindet sich gleich gegenüber. Er sagt gegenüber dem TV-Regionalsender Tele M1: «Das Baugesuch ist lückenhaft, unvollständig und es hat keinen korrekten Parkplatznachweis. Die Pläne erinnern mehr an eine Kindergartenzeichnung als an eine seriöse und brauchbare Unterlage für eine Baubewilligung.» Ingo Malm wollte auf Anfrage des TV-Senders keine Stellung nehmen.

Schulden von 1,17 Millionen Franken

Ingo Malm steckt auch in finanziellen Schwierigkeiten.Gegen ihn läuft ein Konkursverfahren, das er rechtlich mit einer Beschwerde zu entkräften versucht. Gemäss aktuellem Betreibungsauszug belaufen sich die finanziellen Forderungen an Ingo Malm auf 1,17 Millionen Franken. Ob es ihm gelingt, diese Verbindlichkeiten zu begleichen, wird sich weisen.

Im Betreibungsauszug sind Steuerschulden im Umfang von 136'000 Franken aufgelistet, welche die Stadt Bremgarten und der Kanton Aargau zugute haben. Malms ehemalige Anwältin betreibt ihren früheren Mandanten auf 44'000 Franken. 106'000 Franken schuldet der Arzt drei Vermietern und Liegenschaftsinhabern. 162'000 Franken fordern vier Arztkollegen, unter ihnen ehemalige Angestellte. Ebenfalls zu den Gläubigern gehören sein Informatiklieferant und ein Stellenvermittler.

Nicht weniger als nahezu 700'000 Franken und somit den grössten Teil der Verbindlichkeiten schuldet Malm der Ausgleichskasse medisuisse; dabei handelt es sich vorwiegend um AHV- und Sozialversicherungsbeiträge für die Angestellten des Arztes. (fam)

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