Wohlen
SVP enttäuscht: Wieder hats nicht in den Gemeinderat gereicht

Am Wahlsonntag hat die SVP-Wohlen-Anglikon zwei Niederlagen einstecken müssen. Weder der Gemeinderatskandidat noch die Schulpflegekandidatin bekamen genügend Stimmen. An der Wahlfeier war die Enttäuschung zu spüren.

Sarah Künzli
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Roland Vogt bei seiner Rede an der Wahlfeier der SVP Wohlen. sah

Roland Vogt bei seiner Rede an der Wahlfeier der SVP Wohlen. sah

Sarah Künzli

«Eigentlich hätte es ein erfreulicher Anlass sein sollen ...», begann Roland Vogt, Präsident der SVP-Wohlen-Anglikon, seine Rede an der Wahlfeier am Sonntagabend. «Es hat nicht ganz so geklappt», fuhr er weiter und schaute in die Runde seiner Parteikollegen.

Zu wenig Stimmen für die SVP

Im Stübli des Restaurant Rössli traf sich die SVP-Wohlen-Anglikon zur Wahlfeier. Viel zu feiern gab es für die SVP-Wohlen-Anglikon aber nicht: Marlies Werner hatte es deutlich nicht geschafft, einen Sitz in der Schulpflege zu ergattern und auch Roland Vogt fehlten schliesslich über 300 Stimmen für den Einzug in den Gemeinderat.

Markus Gsell, der als letzter Kandidat gewählt wurde, erhielt 1938 Stimmen, für Roland Vogt gab es 1620 Stimmen.

Niederlagen sei sich die SVP in Wohlen gewohnt, sagte Präsident Roland Vogt. Trotzdem gelang es keinem im Raum, die Enttäuschung ganz zu verbergen.

Für den Sitz im Gemeinderat hätten sie eine reelle Chance gehabt, meinte Präsident Roland Vogt im Gespräch mit der az.

«Wohlen hat eine grosse Chance auf eine Zusammenarbeit mit der SVP verpasst. Man will uns weder in der Schulpflege noch im Gemeinderat», doch aus Niederlagen lerne man.

In der Rede an die Parteikollegen versuchte er die Stimmung etwas aufzuheitern: «Wir bleiben unserer Politik treu und geben weiterhin Vollgas.»

Nächstes Ziel: Einwohnerrat

Die SVP wolle weiterhin versuchen, sich in die Politik von Wohlen zu integrieren. Das nächste Ziel steht für Roland Vogt fest, die Partei wolle sich nun auf den Einwohnerrat konzentrieren.

Die Wahlen dafür finden am 24. November statt. «Im Einwohnerrat sind wir mit 12 Sitzen recht gut vertreten», so Vogt. Die Anzahl der Sitze zu halten oder sie sogar zu erhöhen, sei das nächste Ziel.

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