Einwohnerrat Marco Palmieri (SVP) hat ein dringliches Postulat und eine dringliche Motion eingereicht. Per Motion fordert er, die Pensionskasse sei so zu gestalten, «dass Risiken aufgrund von Währungsschwankungen und aggressiver Anlagestrategie, bei einer Unterdeckung der Pensionskasse und Besitzstandregelung, zukünftig nicht durch die Einwohnergemeinde auszugleichen sind».

Laut Palmieri sind in der Vergangenheit «unnötige Kosten durch bewusstes Eingehen von Risiken» entstanden, insgesamt über 12 Mio. Franken. Mit der Wahl einer Vollversicherung könne man dies vermeiden. Die Gemeinde habe aber das sogenannte Risiko-Sparkassenmodel gewählt, erklärt er. «Das Risiko dieser nicht versicherten aggressiven Anlagestrategie findet heute auf dem Buckel der Steuerzahler statt», schreibt Palmieri. Ein möglicher Wechsel soll von einem Fachspezialisten begleitet werden, der aber maximal 10 000 Franken kosten darf.

Auch das Postulat beschäftigt sich mit der beruflichen Vorsorge. Beim Wechsel von der Vorsorgeeinrichtung APK zur aktuellen Lösung (Profond) sei der sogenannte Koordinationsabzug «ohne jegliche Information» abgeschafft worden, ärgert sich Palmieri. Es seien Mehrkosten von etwa 50 000 Franken pro Jahr entstanden, ohne grosse Leistungsverbesserung bei den einkommensschwachen Mitarbeitenden. Der Gemeinderat soll zu diesem Wechsel Bericht erstatten. (kob)