Der Regierungsrat teilt Dublers Rücktrittsentscheid in der Antwort auf eine Interpellation von Grossrat Martin Keller (SVP) mit. Angesichts der im Raum stehenden Vorwürfe und der damit verbundenen Gefahr, dass das Ansehen der BDWM dadurch geschädigt werden könnte, begrüsse der Regierungsrat diesen Entscheid Dublers, heisst es in der Antwort der Regierung.

Dubler darf Honorar behalten

Walter Dubler gehört dem Verwaltungsrat der BDWM Transport AG (BDWM) seit ihrer Gründung im Mai 2001 an. Der Gemeinderat Wohlen hatte damals Dubler in seiner Funktion als Gemeindeammann zur Wahl in den Verwaltungsrat der BDWM nominiert. Wie ein von der Gemeinde Wohlen in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten ergab, ist Dubler seit der Statutenänderung im Jahre 2010 aber nicht mehr als Vertreter der Gemeinde Wohlen im Verwaltungsrat. Denn die Erneuerungswahlen erfolgten seit diesem Datum ad personam und waren nicht von seinem Amt als Gemeindeammann von Wohlen abhängig. Damit ist klar, dass Dubler seine Verwaltungsratshonorare nicht der Gemeinde Wohlen abliefern musste.

In seiner Interpellation hatte Keller auch Auskunft über die seiner Meinung nach zu hohen Honorare der BDWM-Verwaltungsräte verlangt. So wird jedes Mitglied pro Jahr mit 10 000 Franken entschädigt; der Präsident erhält 32 000 Franken. Diese Entschädigung beurteilt der Regierungsrat allerdings als «angemessen».

Weiter hält der Regierungsrat fest, dass die angeordnete Suspendierung Dublers nicht für seine Tätigkeit als Verwaltungsrat der BDWM gilt. Eine Abberufung oder Nichtwiederwahl könnte nur die Generalversammlung beschliessen. Dazu kann es aber nicht kommen, weil Dubler an der nächsten Generalversammlung im Juni 2016 nicht mehr zur Wiederwahl antritt.

Sitz wird nicht mehr besetzt

Der Regierungsrat kommt weiter zum Schluss, dass es keine Anzeichen dafür gebe, dass Dubler seine Tätigkeit als Verwaltungsrat nicht ordentlich ausführte. Ebenso wenig sei die Handlungsfähigkeit des Verwaltungsrates als Kollegialbehörde eingeschränkt. Deshalb seien auch keine Konsequenzen für die Neubenennung oder Bestätigung von Verwaltungsräten zu ziehen. Die bei der BDWM im Einsatz stehenden Instrumente zur Umsetzung der Public Corporate Governance und die Statuten seien ausreichend. Allerdings wird der nach dem Ausscheiden von Dubler frei werdende Sitz im Verwaltungsrat nicht mehr besetzt.

Auf Initiative des Kantons prüft nun der Verwaltungsrat, ob weitere Synergien und Kostensenkungen durch die Zusammenarbeit mit der Wynental- und Suhrentalbahn AG möglich sind. Konkrete Ergebnisse sollen noch in diesem Jahr präsentiert werden.