Wohlen
Stromschläge in Hägglingen und Rock in Sölden

Sie rocken seit drei Jahrzehnten und sorgen mit ihren Gigs für gute Laune. Die vier älteren Herren der Band «Rock Club 58». Morgen geben sie ihr Jubiläumskonzert.

Ruedi Burkart
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Sie bringen 242 Jahre Lebenserfahrung auf die Bühne: Stefan Kuhn (Schlagzeug), Urs Dubler (Piano und Gesang), Roland Gehrig (Bass) und Jörg Bachmann (Leadsänger und Gitarre, von links) sind der Rock Club 58.

Sie bringen 242 Jahre Lebenserfahrung auf die Bühne: Stefan Kuhn (Schlagzeug), Urs Dubler (Piano und Gesang), Roland Gehrig (Bass) und Jörg Bachmann (Leadsänger und Gitarre, von links) sind der Rock Club 58.

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Sie spielen Coverversionen von Elvis, von den Beatles, von Creedence Clearwater Revival und entführen die Zuhörer in die wilde Zeit der 70er- und 80er-Jahre. Sie legen an Jugendfesten, Ausstellungen und Privatpartys den Soundteppich für einen gelungenen Anlass. Urs Dubler (59), Roland Gehrig (56), Stefan Kuhn (59) und Jörg Bachmann (68) sind der Rock Club 58. Bis letzten Herbst war auch Leadgitarrist Frank Fischer mit dabei. Doch dieser lebt nun in Frankreich und reist nur noch für vereinzelte Gigs in die Schweiz.

Das Cover der CD aus dem Jahr 1982.

Das Cover der CD aus dem Jahr 1982.

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30 Jahre sind eine lange Zeit. Besonders für eine Band. «Wir sind einem alten Ehepaar ähnlich», schmunzelt Gehrig, «wir respektieren uns und haben einfach eine gute Zeit zusammen.» Zehn bis 15 Auftritte hat das Rocker-Quartett pro Jahr. «Mehr wäre nicht gut», sagt Dubler, «wenn du zu oft auftrittst, wollen dich die Leute irgendwann nicht mehr hören.»

Kein eigener Song

Vor der Gründung des Rock Clubs 58 waren die vier aktuellen Mitglieder bereits musikalisch aktiv. Dubler und Kuhn beispielsweise machten in den frühen 80er-Jahren zusammen mit Hardys-Bubbles-Frontmann Peter Meyer Musik. «Monja hatte Peter schon damals im Programm», schmunzelt Kuhn. 1985 war es dann so weit. «Wir haben einfach gerne Musik gemacht und uns zusammengetan. Es war eigentlich ganz unspektakulär», blickt Urs Dubler zurück. Die Band war komplett, die Instrumente bereit – nur ein passender Bandname fehlte noch. Etwas mit Rock musste es sein, dazu eine zweistellige Zahl mit einer Fünf vorne, so viel war klar. «58 hat uns optisch am besten gefallen. Und aus diesem Jahr stammen ja auch viele unserer Songs.» Apropos. Die vier Freiämter haben kein einziges eigenes Lied im Repertoire. «Die Leute würden das nicht hören wollen», lacht Kuhn, «die wollen zu bekannten Sachen abrocken.»

So wie vor ein paar Jahren Lorenz Keiser. Der bekannte Kabarettist hörte den Rock Club an einem Fest im Zürichbiet und war dermassen begeistert, dass er ihn kurzerhand als Band für seinen 50. Geburtstag im Jahr 2009 verpflichtete. «Er kam zu uns an die Bühne und sagte, dass wir eine geile Band seien», schmunzelt Dubler. Natürlich haben die vier Musiker noch viele andere Anekdoten auf Lager. Einmal sprangen sie beim Fröschenteichfest ein, «weil die Band dort eine Katastrophe war». In Hägglingen erlitt Bassist Roland Gehrig vor Jahren Stromschläge, weil Regenwasser auf die Bühne gelangt war. Speziell waren auch die Auftritte im Ausland. «In Sölden war es ganz deftig», so Gehrig. Ins Detail geht er nicht.

Auftritte mit dem «King»

Vor 12 Jahren stand der Rock Club 58 erstmals mit dem mehrfach ausgezeichneten Wohler Elvis-Imitator René Wettstein (46) auf der Bühne. Kuhn: «Wir kannten René schon lange. Ein guter Typ. Als er auf uns zukam, weil er uns gerne als Begleitband hätte, luden wir ihm zur Probe ein. Es passte vom ersten Ton an.» So treten die Rock-Clübler immer wieder mit René Wettstein alias Renelvis auf, geben aber auch weiterhin Konzerte ohne ihn.

Morgen Samstagabend lädt der Rock Club 58 zum grossen Jubiläumskonzert. Ab 19 Uhr an der Autoshow in der Garage Dubler in Wohlen. Natürlich mit Renelvis.