Die IB Wohlen AG ändert per 1. Januar 2019 ihre Struktur für die Festsetzung der Strompreise. Möglich macht das die Energiestrategie 2050, mit der vom Bund die gesetzlichen Grundlagen für die Strompreisgestaltung neu geregelt worden sind.

Es gibt mehrere Neuerungen, wie die ibw mitteilen. Zum einen werden die Grundpreise, mit denen der Stromlieferant seine Fixkosten für Zähler, Abrechnung und anderes abdeckt, halbiert. Davon profitieren laut ibw vor allem jene Konsumenten, die wenig Strom verbrauchen. Im Gegenzug werden die Ansätze für die verbrauchsabhängigen Elemente leicht erhöht und damit dem Verursacherprinzip verstärkt nachgelebt.

Kein Hoch- und Niedertarif mehr

Ab 1. Januar 2019 fällt in Wohlen zudem die bisherige Unterteilung in Hoch- und Niedertarif weg: «Die Kundinnen und Kunden zahlen somit immer gleich viel für ihren Strom – egal, ob sie ihn tagsüber, abends oder am Wochenende beziehen.

Um ihr Stromnetz stabil halten zu können, muss die ibw bestimmte Elemente – Elektroboiler, Wärmepumpen, aber auch Photovoltaikanlagen und Speicher – bei Bedarf ein- und ausschalten können. Kunden, die den ibw erlauben, ihre Geräte flexibel zu steuern, erhalten künftig als Gegenleistung eine Entschädigung.

Preise höher, aber günstig

Die stark gestiegenen Preise an den internationalen Strombörsen wirkten sich leider auch auf die Tarife der ibw aus. Doch: «Dank der vorteilhaften Konditionen, die sich aus der gemeinsamen Strombeschaffung mit den Partnern der iStrom AG ergeben, können die Anpassungen im Rahmen gehalten werden», halten die ibw fest und schreiben weiter, dass sie zudem von sinkenden Kosten für Netznutzung und Systemdienstleistungen profitieren können.

Aus den erwähnten Gründen bleibt der Strom in Wohlen günstig. Die Preise steigen per 1. Januar 2019 durchschnittlich um 1,2 Prozent. Für einen Privathaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4500 Kilowattstunden macht das ein Plus von rund 17 Franken. Im kantonalen Vergleich liegen die ibw damit auch weiterhin auf tiefem Niveau, hält der Stromlieferant in seiner Mitteilung fest. Konsumenten können sich über die neuen Konditionen auf dieser Website zusätzlich informieren: www.ibw.ag/strom-angebot_2019.

Bereits vor einigen Wochen haben die ibw ihre Erdgaskunden darüber informiert, dass ihre Vorlieferantin, die Gasverbund Mittelland AG (GVM), die Erdgaspreise per 1. Juli 2018 erhöhte.

Preis für Erdgas steigt

Bisher haben die ibw diese Preiserhöhung nicht weitergegeben. Per 1. Oktober 2018 sei das jedoch unumgänglich, teil das Unternehmen mit. Die Arbeitspreise für Erdgas steigen um 0,6 Rappen pro Kilowattstunde. Das macht für ein Einfamilienhaus mit einem jährlichen Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden rund 130 Franken oder rund sechs Prozent aus.

Apropos Erdgas: Auf ihrer Website haben die ibw einen Rechner aufgeschaltet, mit dem verschiedene Fahrzeuge und Antriebe bezüglich Umweltbelastung und Kosten verglichen werden können.