Wohlen

Strohmuseum: Als Iwan Bally bei Johann Rudolf Isler zu Gast war

In der Sonderausstellung des Wohler Stohmuseums: Museumsleiterin Petra Giezendanner (links) und Gastkuratorin Miriam Rorato.

In der Sonderausstellung des Wohler Stohmuseums: Museumsleiterin Petra Giezendanner (links) und Gastkuratorin Miriam Rorato.

Am Sonntag wird die Sonderausstellung «Au revoir à ‹Chly Paris› – Bally zu Gast in der Villa Isler» eröffnet.

Elegante Hüte aus Stroh und modische Schuhe begeisterten vor 80 Jahren die Besucher an der Landesausstellung in Zürich. In der Ausstellung der Modebranche waren die Wohler Hutgeflechtindustrie und die Schuhfabrik Bally mit ihrem Hauptsitz in Schönenwerd SO vereint.

Als Bally an die Türe der Villa Isler klopfte

Ende Oktober 1939 schloss die Landi ihre Tore. In der Freiämter Strohmetropole blickte damals ein Patron sorgenvoll in die Zukunft, denn der Zweite Weltkrieg war ausgebrochen: Johann Rudolf Isler erinnerte sich wehmütig an den Publikumserfolg an der Ausstellung, als er spontan Besuch erhielt vom Schuhfabrikanten Iwan Bally.

Sie unterhielten sich über die allgemeine Lage der Mode- und Textilindustrie und analysierten die Situation in ihren eigenen Unternehmen.

An dieser Stelle setzt die Sonderausstellung im Wohler Strohmuseum ein unter dem Titel «Au revoir à ‹Chly Paris› – Bally zu Gast in der Villa Isler». Am Sonntag findet die Vernissage statt. Um 11.30 Uhr begrüsst Stiftungsratspräsident Jacques Isler, Enkel von Johann Rudolf Isler, die Besucherinnen und Besucher.

Das Spezielle an der Ausstellungseröffnung: Walter Küng und Peter Ender bieten als Darsteller von Johann Rudolf Isler und Iwan Bally eine szenische Einlage.

Die beiden Schauspieler werden im Winterhalbjahr einmal im Monat in der Villa Isler die beiden erwähnten Patrons verkörpern und das Publikum auf ganz spezielle Weise durch das Strohmuseum führen.

Im Zentrum der Reise ins Jahr 1939 steht eine audiovisuelle Schau im inszenierten Salon der Villa Isler. Das Publikum kann dem Kaminfeuergespräch der beiden Industriellen folgen, untermalt durch historische Filmsequenzen, Fotos und rund 150 weitere Exponate.

Realisiert wurde die Sonderausstellung, die bis zum 27. September 2020 dauert, von Miriam Rorato und Fabian Furter vom Büro im Raum aus Baden. Die Gastkuratorin ist in Wohlen aufgewachsen und zeigte den Medien im Strohmuseum voller Stolz die gelungene Nachbildung des berühmten Landi-Spiegelsaals von Bally.

Museumsleiterin Petra Giezendanner machte bei der Präsentation darauf aufmerksam, dass jeden ersten Sonntag im Monat eine öffentliche Führung durch die Sonderausstellung stattfindet.

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