Merenschwand
Strassenausbau für Autofahrer und Amphibien

Zwischen Unterrüti und Merenschwand starten am Montag die Arbeit für die Sanierung der Bremgartenstrasse. Sie kostet den Kanton rund 2,3 Millionen Franken.

Eddy Schambron
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Der Radweg bleibt, die Strasse zwischen Unterrüti und Merenschwand wird breiter, zudem erhält sie insgesamt 20 Amphibiendurchlässe.

Der Radweg bleibt, die Strasse zwischen Unterrüti und Merenschwand wird breiter, zudem erhält sie insgesamt 20 Amphibiendurchlässe.

Eddy Schambron

Das Verkehrsaufkommen zwischen Unterrüti und Merenschwand ist hoch. Nun wird die Kantonsstrasse auf einer Länge von rund 800 Metern auf 6,5 Meter verbreitert. Es werden ein neuer Belag eingebaut und heute fehlende Leiteinrichtungen erstellt, wie das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) mitteilt. Schliesslich wird alle 30 Meter ein Durchlass unter der K 260 für Amphibien, insgesamt 20 Stück, gebaut. «Hier treffen wir auf einen Amphibienzug von nationaler Bedeutung», erklärt Manuel Baldi, Kreisingenieur in der Abteilung Tiefbau, den Aufwand. Die Durchlässe sind mit der Abteilung Landschaft und Gewässer entsprechend abgesprochen. Bisher wurden die Amphibien jeweils mit einem Zaun abgefangen und über die Strasse gebracht. Die Kosten für feste Leiteinrichtungen und Amphibien-Strassenunterführungen sind erheblich, wie die Sektion Natur und Landschaft festhält. Bei einer Vollsanierung muss, nach Abzug der Bundesbeiträge, mit einem Laufmeterpreis von rund 250 Franken gerechnet werden.

Radweg bleibt offen

«Es besteht die Absicht, den Radweg stets offen zu halten», unterstreicht Baldi. Deshalb wird er im Baustellenbereich provisorisch verlegt. Parallel zur Sanierung der Reusstalstrasse werden wegen der Amphibiendurchlässe verschiedene Werkleitungen ergänzt und verlegt. «Vor allem die Swisscom ist hier involviert».

Die Vorbereitungsarbeiten beginnen bereits am nächsten Montag. Die Baustelle wird eingerichtet und der Grünstreifen zwischen Strasse und Radweg aufgebrochen. Die Verkehrsführung im Baustellenbereich erfolgt mit einem Lichtsignal. Die Hauptarbeiten werden ab Frühjahr 2019 in Angriff genommen. Wegen der hohen Verkehrsfrequenz auf dieser Strecke muss während der gesamten Bauzeit mit Behinderungen zu den Spitzenzeiten gerechnet werden, führt das BVU weiter aus. Bei Bedarf werde deshalb zu den Verkehrsspitzenzeiten am Morgen und am Abend ein Verkehrsdienst für die Regelung der Lichtsignalanlage eingesetzt. Es werde alles darangesetzt, die Beeinträchtigungen während der Bauzeit sowohl für die Verkehrsteilnehmenden als auch für die Anwohner möglichst gering zu halten.