Muri

Stobag: Winterwerbung für Sommerprodukte

Die Stobag AG Muri begleitet den Skiweltcup zum ersten Mal mit einem Werbefeldzug. Foto: Agence Zoom

Die Stobag AG Muri begleitet den Skiweltcup zum ersten Mal mit einem Werbefeldzug. Foto: Agence Zoom

Das erfolgreiche Storenbau-Unternehmen hat sich mit dem Auftritt im Skiweltcup eine Werbeplattform gesichert.

Im Skiweltcup fährt auch eine international tätige Freiämter Firma mit: Die Stobag AG aus Muri startete in
Lake Louise in Kanada ihr Engagement als offizielle Sponsorin.

Am Super-G in Lake Louise tauchte die auffällig platzierte Bandenwerbung der Stobag AG im Zielraum und der Schriftzug auf den Skidresses zum ersten Mal auf. Der Auftakt gelang der Firma, die ihren Hauptsitz in Muri hat und textile Sonnen- und Wetterschutzsysteme herstellt, nach Mass: mit einem Doppelsieg der Schweizer Skifahrer Tobias Grünenfelder und Carlo Janka. «Die Medienpräsenz war riesig», freut sich Martin Egger, der Marketingverantwortliche bei der Stobag AG. «Der Entscheid, mit unseren Produkten im Skiweltcup zu werben, ist richtig.»

Eine Sportart für die Massen

Der Skisport fessle die Massen überall, sei es in der Schweiz, in Österreich oder in Deutschland, in Skandinavien oder in Amerika, betont der Marketingfachmann. «Die Stobag wollte mit ihrem Sponsoring keine einzelnen Sportler oder ein bestimmtes Land bevorzugen. Daher haben wir uns für den Skiweltcup entschieden.» Einzige Ausnahme: Die Stobag unterstützt auch die Schweizer Nachwuchsfahrerin Esther Good mit dem Werbeschriftzug auf ihrem Helm. Egger: «Esther Good könnte einmal gross herauskommen. Das hat uns dazu bewogen, die Helmwerbung zu finanzieren.»

Die Stobag AG sicherte sich über die Sportmarketingagentur Infront Sports & Media bis März 2011 für 23 FIS-Skirennen und im nächsten Jahr einen sicheren Werbeauftritt an der Sonne. Nach Lake Louise stehen die Rennen in St.Moritz, Adelboden, Cortina, Chamonix und zum Saisonschluss in Lenzerheide im Rennkalender der Firma. Das Sponsoring koste zwar einiges, sagt Egger, ohne die Summe zu nennen.

«Aber auf diesem Weg können wir wirksam international für unsere Produkte werben.» Denn die Firma verkaufe ihre Produkte weltweit. «Mit unserem Werbefeldzug gehen wir einen neuen Weg. Wir werben antizyklisch: Unsere Sonnen- und Wetterschutzsysteme werden hauptsächlich im Sommer verwendet. Nun werben wir auf einer breiten Plattform bereits im Winter dafür.» Ihr Sponsoring legt die Stobag langfristig an – auf die nächsten drei bis fünf Jahre, wie Egger sagt. «Den Entscheid, ob wir weitermachen, fällen wir von Jahr zu Jahr.»

Effektiver als Fernsehwerbung

Auf jeden Fall sei der Werbeeffekt um ein Vielfaches grösser als in der Fernsehwerbung. Egger erläutert: «Hätten wir in Fernsehspots investiert, wären unsere Kosten wesentlich höher gewesen», rechnet er vor. Und ergänzt: «Ob wir damit den gleichen Effekt wie mit der Werbung an den Skirennen erzielt hätten, ist fraglich. Ich glaube es nicht.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1