Stiller Protest
Demonstration in Wohlen: Gemeinde wappnet sich für bis zu 1000 Teilnehmende

Der Verein Stiller Protest hat für den kommenden Samstag, 20. Februar, die Bewilligung für einen Protestmarsch mit anschliessender Kundgebung auf dem Merkur-Areal in Wohlen erhalten. Die Regionalpolizei erwartet zwischen 500 und 1000 Demonstrierende in der Freiämter Regionalmetropole.

Nathalie Wolgensinger
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Immer wieder gibt es Proteste gegen die Corona-Massnahmen. Auch für diesen Samstag ist ein Protestmarsch in Wohlen angekündigt. Ganz vorne mit dabei ist der Kantilehrer Markus Häni.

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Als die Gemeinde Wohlen grünes Licht für den Protestmarsch durch Wohlen gab, gingen die Verantwortlichen von gegen 500 Demonstrierenden aus. Nun werden für den Marsch, den der Verein Stiller Protest kommenden Samstag in Wohlen durchführen will, aber zwischen 500 und 1000 Teilnehmer erwartet. Es ist der fünfte Marsch des Vereins, zuvor protestierten sie in Zürich, St.Gallen, Zug und Aarau.

Am letzten Protestmarsch des Vereins, am 6. Februar in Zug, nahmen gegen 800 Personen teil. Die Regionalpolizei (Repol) Wohlen bestätigt auf Anfrage die Bewilligung. Auch in Coronazeiten sind politische Demonstrationen mit mehr als fünf Teilnehmern erlaubt, so lange sie sich an gewisse Sicherheitsrichtlinien halten. Die Repol ist für den Einsatz gewappnet. Polizeichef Marco Veil sagt:

«Es werden einige Mitarbeiter auf ihren Ruhetag verzichten müssen.»

Unterstützung erhält die Repol am Samstag von der Kantonspolizei Aargau. Veil kommentiert: «Wir achten in erster Linie darauf, dass die Veranstaltung in geordneten Bahnen verläuft.» Denn sollten, wie angenommen, bis zu 1000 Teilnehmer nach Wohlen kommen, müsse das Hauptaugenmerk auf der Sicherheit liegen. Veil sagt:

«Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir während des Umzugs gegebenenfalls eine oder mehrere Strassen kurzzeitig sperren müssen.»

Die Verantwortlichen des Vereins Stiller Protest hätten zugesagt, dass die Teilnehmer eine Maske tragen, so Veil. An den Kundgebungen in Zug und Aarau trugen die Teilnehmer weisse Schutzanzüge und Masken, die sie im Vorfeld beim Verein bestellen konnten.

Regierung quäle die Kinder, sagt der Verein

«Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Demonstrationen und Kundgebungen zu organisieren, um eine differenzierte Meinungsbildung zu ermöglichen», schreiben die Verantwortlichen auf der Website. «Es darf nicht sein, dass die Regierung mit samt ihren Komplizen unsere Kinder derart quälen wie das im Moment der Fall ist und weiter geplant ist.» Mit Schildern wollen sie die Menschen am Strassenrand zum Nach- und Selberdenken aufmerksam machen, heisst es weiter auf der Website.

Um 13 Uhr treffen sich die Protestierenden auf dem Merkur-Areal. Von dort aus geht es um 14 Uhr quer durch Wohlen. Die Route wird aus Sicherheitsgründen nicht bekanntgegeben. Eine Stunde später trifft man sich zur Kundgebung auf dem Merkur-Areal. Zu den Sprechern gehört unter anderem der Wohler Kantonsschullehrer Markus Häni.

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