Bremgarten

Stiftung St. Josef vermietet barrierefreie Wohnungen

Peter Annen, Peter Thurnherr und Thomas Bopp (von links) posieren auf dem Balkon einer zukünftigen Mietwohnung. ian

Peter Annen, Peter Thurnherr und Thomas Bopp (von links) posieren auf dem Balkon einer zukünftigen Mietwohnung. ian

Stiftungsrat und Leitung der St. Josef-Stiftung informierten gestern über ihre Immobilienstrategie

Viel haben sie erreicht in den vergangenen drei Jahren, und dabei fing alles so ernüchternd an: Als die Berufsschule für Gesundheit und Soziales 2014 aus dem Klösterli auszog, wusste die St. Josef-Stiftung erst einmal nicht, wie es mit dem Gebäude weitergehen sollte.

Doch Stiftungsrat und -leitung krempelten die Ärmel hoch und besannen sich auf die ursprüngliche Arbeit im ehemaligen Kapuzinerkloster, die Therapierung und Förderung von geistig behinderten Kindern und Erwachsenen.

Gelungene Sanierungen

In der Folge wurde die Sanierung des Klösterlis zügig an die Hand genommen und das Schulhaus Josef wurde einer Innenrenovation unterzogen. Seit August «gehört» es in Gänze den Primarschülern von Bremgarten, denn die Stiftung hat mit der Stadt einen langjährigen Mietvertrag abschliessen können.

«Unser Bauleiter, Werner Mäder, hat uns immer wieder vor Augen geführt, dass es machbar ist, mit möglichst wenigen Eingriffen, mit wenig Aufwand möglichst viel zu erreichen», sagte Stiftungsleiter Thomas Bopp, als er die Meilensteine der Immobilienstrategie anhand der jüngsten Projekte präsentierte.

Im Therapie- und Förderzentrum Klösterli befinden sich im Erdgeschoss nunmehr zwei Ambulatorien für Psychomotorik, ein Büro für Therapeutinnen und Bereichsleitung sowie ein kleines Sitzungszimmer. Im Obergeschoss gibt es vier Spiel- und Förderräume, das Büro der Früherzieher, der Logopädinnen und der Bereichsleitung sowie ein grosses Sitzungszimmer.

Verein für Pflegefamilien

Das Dachgeschoss wird aktuell gerade saniert, und im April 2018 zieht der Verein shelterschweiz dort ein. Dieser ermöglicht Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in schwierigen Familien- und Lebenssituationen Entlastung, Unterstützung und Neuorientierung.

Er vermittelt einerseits Pflegefamilien, sucht und trainiert andererseits aber auch selber Familien, die sich als Pflegefamilie engagieren wollen.

Wohnen im Zentralbau

Das grösste Projekt der St. Josefs-Stiftung ist aber der Umbau des Zentralgebäudes. Der markante Komplex aus den 70er-Jahren entspreche seit geraumer Zeit schon nicht mehr den heutigen Bedürfnissen, hielt Peter Annen, Leiter Administration, fest.

Darum hat sich im Juli 2015 die Projektgruppe Umbau Zentralbau (PUZ) zusammengetan, um Abklärungen bezüglich Bedarf und Nutzung des Zentralbaus, sowohl für den internen Gebrauch als auch für Dritte zu treffen.

In der Zwischenzeit ist das Projekt soweit gediehen, dass der Kanton, welcher mit seiner Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten am Umbau beteiligt ist, vor einem Monat für das Vorprojekt grünes Licht gegeben hat.

Im künftigen Zentralbau werden Erd- und Untergeschosse weiterhin den Empfang, Büro, Restaurant und die ganze Haustechnik beherbergen. In den drei Geschossen darüber finden Physio-/Ergotherapie, die Heilpädagogische Schule und eine erweiterte Beschäftigung (Beschäftigung+) für alle erwachsenen Bewohner ihren Platz.

In den Stockwerken vier bis sieben entstehen Mietwohnungen von eineinhalb bis viereinhalb Zimmern. In diesen sollen fast 40 Personen ein neues, barrierefreies Zuhause im mittleren Preissegment finden.

Bei Bedarf können die Mieter Dienstleistungen der Stiftung, mit Ausnahme von Pflegediensten, in Anspruch nehmen. Dafür müssen sie sich auch der besonderen Umgebung, in der sie leben werden, bewusst sein.

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