Wohlen

Stiftung Integra präsentiert neuen Geschäftsführer

Peter Truttmann ist ab Juni 2020 neuer Geschäftsführer der Stiftung Integra in Wohlen.

Peter Truttmann ist ab Juni 2020 neuer Geschäftsführer der Stiftung Integra in Wohlen.

Der Nidwaldner Peter Truttmann (55) tritt in Wohlen die Nachfolge von Urs Ammann als Geschäftsführer der Stiftung Integra an.

Ende Januar sorgte der abrupte Abgang von Urs Ammann als Geschäftsführer der Wohler Integra, der Stiftung für Behinderte im Freiamt, nach nur etwas mehr als zwei Jahren im Amt für Aufsehen. Gründe für den Abgang Ammanns waren unterschiedliche Auffassungen in der Betriebs- und Personalführung.

Nun hat der Stiftungsrat einen Nachfolger gefunden. Ab 1. Juni übernimmt der 55-jährige Peter Truttmann den Job als Integra-Geschäftsführer. In seiner Karriere war er unter anderem Betriebsleiter der Emmi Mittelland Molkereri in Suhr, in leitender Funktion bei der Stiftung Brändi in Luzern und zuletzt bei der Stiftung Rütimattli in Sachseln als Geschäftsleiter tätig. Walter Küng, Präsident der Stiftung Integra sagt: «Wir freuen uns sehr auf ihn. Truttmann hatte bei uns in der Auswahl mit seiner Persönlichkeit, seiner Berufs- und Lebenserfahrung die Nase vorn.»

Rund 70 teilweise sehr gute Bewerbungen seien eingegangen, bei denen sich am Ende des Auswahl-Prozesses Truttmann gegen eine Frau durchgesetzt habe. Der neue Geschäftsführer lebt mit seiner Familie mit Frau und zwei schulpflichtigen Kindern in Ennetbürgen im Kanton Nidwalden. Trotz des weiten Arbeitsweges habe er sich bewusst bei der Integra beworben. Küng sagt dazu: «Truttmann reizte die schlanke und moderne Führung der Integra.»

Bisher noch kein Coronafall in der Integra

Die Stiftung, die rund 220 geschützte Arbeitsplätze und 75 Wohnplätze sowie knapp 200 Arbeitsplätze bietet, spürte in den letzten Wochen auch die Coronakrise im Alltag. Stephan Baumann, Leiter Arbeiten bei der Integra, sagt: «Der Arbeitsbereich war grundsätzlich offen. Wir arbeiteten mit den entsprechenden Schutzmassnahmen. Im Übrigen bestand quasi kein externer Kontakt. Man spürte aber, dass einigen der Kontakt zur Familie fehlte.» Klienten, die die Schutzmassnahmen nicht so verstanden, habe man als Vorsichtsmassnahme heimgeschickt. «Bisher hatten wir in der Integra noch keinen Coronafall», erklärt Baumann.

Dennoch bleiben einige Massnahmen weiter bestehen. Besuche in den Wohngruppen sind nach wie vor verboten und Urlaube inklusive Wochenende bis auf weiteres nicht gestattet. Die Tagesstrukturen (Kreativ-Werkstatt und Arbeiten) sind seit gestern wieder im Normalbetrieb, ebenso das Restaurant «Hans und Heidi». Die Kantine bleibt vorläufig nur noch für Interne zugänglich.

Vor der Integra Wohlen: Paul Kamber (Leiter Finanzen/Dienste), Walter Küng (Stiftungsratspräsident) und Stephan Baumann (Leiter Arbeiten, von links).

Vor der Integra Wohlen: Paul Kamber (Leiter Finanzen/Dienste), Walter Küng (Stiftungsratspräsident) und Stephan Baumann (Leiter Arbeiten, von links).

Bereich Logistik nimmt stetig zu

Gute Zahlen kann die Integra in der Rechnung 2019 vermelden. Sie schloss per 31. Dezember mit einem positiven Ergebnis vor Kapitalrücklagen von 484000 Franken ab. Paul Kamber, Leiter Finanzen und Dienste, spricht allgemein von einem guten Jahr.

"Im Bereich Wohnen lagen wir praktisch bei 99 Prozent, im Bereich Arbeit haben wir noch Luft nach oben. Bei der Produktion sind teilweise leichte Arbeitsaufträge weggefallen. Diese Tendenz ist schon länger spürbar", sagt Kamber. Stark ist die Integra auch in der Ausbildung, wo unter anderem 47 Ausbildungen PrA und EBA ermöglicht werden.

Im Bereich Gastronomie habe die Integra stark zugelegt, was Bankette oder auch grössere Essen betrifft. Und auch die Logistik sei stark am wachsen. Unmittelbar neben der Integra konnte die Stiftung zusätzliche - vor allem höhere - Räumlichkeiten mieten, die mehr logistische Möglichkeiten bieten.

Auf breiten Zuspruch bei der Bevölkerung ist laut Walter Küng der Jahresbericht gestossen. Die Aufmachung und das Thema (Begleitung) interessierten. "Es ist gut investiertes Geld. Der interessante Bericht animiert Leute zu Spenden, wie mir schon gesagt wurde", erklärt Küng. 

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