Das Budget 2014 der Einwohnergemeinde Merenschwand ist erstmals nach dem Harmonisierten Rechnungsmodell 2 (HRM2) erstellt worden. Bei einem unveränderten Gemeindesteuerfuss von 99 Prozent wird alles in allem mit einem Plus (Ertragsüberschuss) von 194 000 Franken gerechnet, das ins Eigenkapital gelegt wird. Die Erfolgsrechnung ohne Abwasserbeseitigung und Abfallbewirtschaftung zeigt einen Betriebsaufwand von 11,241 Mio. und einen Betriebsertrag von 10,398 Mio. Franken.

Investitionen von 2,3 Mio. Franken

In der Investitionsrechnung 2014 sind keine Einnahmen aufgeführt, Die Investitionsausgaben sind beträchtlich, sie belaufen sich auf 2,288 Mio. Franken. Vorgesehene Investitionen: neuer Rasen-Sportplatz Schulanlage «Zürichstrasse» inklusive Landerwerb; erste Tranche Drei-fachturnhalle; Planungskredit fürs Projekt «Gio»; Erneuerung EDV-Anlage Gemeindeverwaltung; Beiträge an den Kanton für Planung Kreisel «Hirschen» und Sanierung/Ausbau Dorfstrasse in Benzenschwil; Projektierung Aufbahrungshalle und erste Tranche für die Revision der Nutzungsplanung. Für den Abbruch der Gebäude auf der Bauland-Parzelle 212, Kirchplatz-Nord in Merenschwand, ist ein Budgetkredit aus dem Finanzvermögen von 80 000 Franken vorgesehen.

Abwasserbeseitigung im Plus

Der Gemeindebetrieb Abwasserbeseitigung sieht in der Erfolgsrechnung 2014 einen Betriebsaufwand von 690 900 Franken und einen Betriebsertrag von 572 000 Franken vor. Das negative operative Ergebnis wird durch den ausserordentlichen Ertrag aus der neu eingeführten Aufwertungsreserve mehr als wettgemacht. Unter dem Strich stellt sich ein Plus (Ertragsüberschuss) von 121 600 Franken ein.

In der Investitionsrechnung sind nächstes Jahr Einnahmen in Form von Anschlussgebühren im Umfang von 180 000 Franken und Ausgaben von einer Million Franken vorgesehen. 400 000 Franken der Investitionsausgaben betreffen Tranchen aus dem ersten Sanierungspaket des Abwasserleitungsnetzes. Die weiteren 600 000 Franken sind fürs regionale Überlaufkonzept vorgesehen. So resultiert ein negatives Ergebnis von 820 000 Franken. Abzüglich einer Selbstfinanzierung von 121 600 Franken stellt sich ein Finanzierungsfehlbetrag von rund 700 000 Franken ein.

Abfallrechnung defizitär

Der Gemeindebetrieb Abfallwirtschaft rechnet mit einem betrieblichen Aufwand von rund 361 000 und einem Ertrag von 296 000 Franken. Das Minus in der Erfolgsrechnung in Höhe von 64 000 Franken entspricht dem Finanzierungsfehlbetrag, da keine Investitionsausgaben und -einnahmen vorgesehen sind.

Im Gegensatz zur Abfallbewirtschaftung wird bei Wasserversorgung/Wasserwerk 2014 ein positiver Abschluss erwartet. Dem Betriebsaufwand von 441 000 Franken steht ein Betriebsertrag von 443 000 Franken gegenüber. In der Investitionsrechnung sind Einnahmen von 70 000 Franken aus Anschlussgebühren vorgesehen sowie Ausgaben von 153 800 Franken. Dieses Geld wird eingesetzt für die Netzerweiterung beim Ringschluss auf dem Areal Leuthard und für eine Leitungssystem-Anpassung der Betriebswarte Benzenschwil. Dadurch resultiert ein negatives Ergebnis von 83 800 Franken, das mit einer Selbstfinanzierung von 106 700 Franken aufgefangen werden kann. So stellt sich alles ein Plus Finanzierungsüberschuss im Betrag von 22 900 Franken ein.

Rote Ortsbürgerzahlen

Auch das Budget der Ortsbürgergemeinde Merenschwand wurde nach HRM2 zusammengestellt. Es sieht einen betrieblichen Aufwand von 1,217 Mio. Franken und einen betrieblichen Ertrag von 1,082 Mio. Franken vor. Diesem negativen Ergebnis von 135 000 Franken steht ein positives Ergebnis aus der Finanzierung von knapp 122 000 Franken gegenüber, sodass ein negatives operatives Ergebnis von 13 000 Franken resultiert. Diese 13 000 roten Franken entsprechen auch dem Gesamtergebnis, respektive dem Aufwandüberschuss der Erfolgsrechnung. Der Bereich «Waldwirtschaft» schliesst mit einem Plus von 700 Franken ab, der Bereich Forstrevier Reuss-Lindenberg mit einem Plus von 17 400. (az)