Dottikon

Sternenkreuzung soll mit neuer Lichtsignalanlage sicherer werden

Die Sternenkreuzung in Dottikon soll saniert und damit vor allem für die Fussgänger sicherer werden.

Die Sternenkreuzung in Dottikon soll saniert und damit vor allem für die Fussgänger sicherer werden.

Der Kanton hat den Handlungsbedarf an der Kreuzung erkannt. Derzeit läuft die Planung für den Ersatz der Lichtsignalanlage.

Die Sternenkreuzung in Dottikon ist für Schulkinder nicht sicher genug, finden viele Eltern. Grund dafür ist die Lichtsignalanlage. Sie erlaubt es Fahrzeugen in die Hendschikerstrasse abzubiegen, auch wenn dort die Fussgängerampel auf Grün steht. Es gibt zwar das bei solchen Ampeln übliche gelbe Blinklicht, das Autofahrern signalisiert, dass sich Fussgänger auf dem Zebrastreifen befinden könnten und dort Vortritt haben. Doch in der Vergangenheit ist es dennoch zu gefährlichen Situationen gekommen.

Davon betroffen war auch die damals 6-jährige Tochter von Caroline Schrepfer, die im letzten Herbst auf ihrem Schulweg fast von einem Auto überfahren worden ist. «Der Zwischenfall mit unserer Tochter ist zum Glück glimpflich ausgegangen. Doch die Situation auf dieser Kreuzung ist nicht mehr zumutbar», erklärte Schrepfer im November der «Aargauer Zeitung». Die Mutter hat gehandelt und eine Petition lanciert. Das Begehren mit dem Titel «Brennpunkt Sternenkreuzung: Zebrastreifen soll für Schulkinder sicherer werden» ist von rund 200 Personen unterzeichnet worden.

Vom Gemeinderat wurde die Petition unterstützt: «Wir nehmen die Sorgen der Eltern ernst», hatte der zuständige Gemeinderat Marcel Fischer im besagten AZ-Bericht erklärt. Die Dottiker Behörde hätte sich schon mehrmals mit der Sicherheit auf der Dottiker Sternenkreuzung befasst und auch «verschiedene Massnahmen ergriffen, um die Sicherheit der Fussgänger zu erhöhen».

Der Kanton ist für die Lichtsignalanlage zuständig

Für die Lichtsignalanlage, deren Steuerung Fischer für verbesserungswürdig hält, ist allerdings nicht die Gemeinde zuständig. Über die Sternenkreuzung führen Kantonsstrassen und somit hat Aargauer Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) das Sagen. Und mit dem BVU hat der Gemeinderat denn auch umgehend Kontakt aufgenommen.

Mit Erfolg, wie sich zeigt: «Wir haben die Situation überprüft und sind zum Schluss gekommen, dass die in die Jahre gekommene Lichtsignalanlage saniert werden muss. Der entsprechende Entscheid ist bereits gefallen», sagt Kurt Grauwiler, Sektionsleiter Verkehrstechnik im BVU. Im Frühling, noch vor dem Lockdown, sei deshalb für die weitere Planung vor Ort eine neuste Erhebung gemacht worden: «Wir haben die Verkehrsbelastung gemessen, die Abbiegebeziehungen überprüft und auch die aktuellen Zahlen von Fussgängern und Velofahrenden aufgenommen», erklärt Kurt Grauwiler. Die Verkehrserhebung wird zur Zeit ausgewertet und schon bald soll ein Sanierungsprojekt vorliegen. Der Verkehrstechniker hofft, ein solches noch in der zweiten Jahreshälfte zusammen mit dem Gemeinderat Dottikon erarbeiten und abschliessen zu können.

Umsetzung kann allenfalls schon 2021 erfolgen

Die Umsetzung der nötigen Massnahmen, sagt Grauwiler, könne selbstredend nicht über Nacht erfolgen: «Wir wollen es richtig machen, schauen deshalb alles genau an und machen eine seriöse Planung.» Dennoch gibt es Hoffnung für die besorgten Dottiker Eltern: «Wenn wir strassenbaulich nicht allzu viel anpassen müssen, dann erachte ich eine Umsetzung des Projekts im Jahr 2021 durchaus für möglich.» Sollte sich jedoch zeigen, dass Fahrbahnanpassungen in einem Umfang nötig seien, die ein Baubewilligungsverfahren erforderten, könne es länger dauern. «Für diesen Fall», sagt Kurt Grauwiler, «könnte ich zum zeitlichen Ablauf keine Prognose machen».

Verwandte Themen:

Autor

Toni Widmer

Toni Widmer

Meistgesehen

Artboard 1