Arni
«Sternen» wird doch nicht zur Hundetagesstätte

Tierpflegerin Daniela Wulf hat ihr Baugesuch zurückgezogen, nachdem acht Einwendungen aus der Nachbarschaft eingegangen sind.

Andrea Weibel
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Keine neue Hundetagesstätte in Arni

Keine neue Hundetagesstätte in Arni

Getty Images/iStockphoto

Sie hat es sich so schön vorgestellt: Das ehemalige Restaurant Sternen in Arni, das im August 2015 seine Küche zum vorläufig letzten Mal geschlossen hat, hätte zur Tagesstätte für bis zu 19 Hunde werden sollen. Sie hätten genügend Auslauf gehabt, und ein hoher Zaun hätte sie von den Nachbarn abgetrennt. Doch nun wird nichts aus diesen Plänen, die ausgebildete Tierpflegerin und Leiterin von «Harmony-Dog» in Oberwil-Lieli hat ihr Baugesuch zurückgezogen. «Acht Einwendungen sind eingegangen, alle wegen des Lärms der Hunde», sagt Daniela Wulf auf Anfrage. Dabei hätten ebendiese Einwender zuvor grünes Licht gegeben: «Ich habe mit jedem einzelnen Anwohner gesprochen, bevor ich das Baugesuch eingereicht habe. Sie alle waren sehr freundlich und fanden meine Vorhaben okay.» Sie vermutet, dass die Anwohner von einem Gegner angestachelt worden seien, die Einwendungen einzureichen, denn mit ihr persönlich habe niemand deswegen Kontakt aufgenommen.

Kein gutes Gefühl

Also zog Wulf ihr Baugesuch zurück, obwohl sie wohl gute Chancen gehabt hätte, dass sie trotz der Einwendungen eine Bewilligung erhalten hätte. «Das Restaurant steht in der Gewerbezone, da darf es etwas lauter sein. Und wer neben ein Gewerbegebiet zieht, muss sich dessen auch bewusst sein. Ausserdem wären die Hunde nur tagsüber hier gewesen, nachts hätte ich jene, die abends nicht sowieso zu ihren Besitzern zurückgehen, weiterhin in Oberwil-Lieli einquartiert», erklärt sie. «Doch wenn sich die Nachbarn so gegen die Hundetagesstätte aussprechen, habe ich kein gutes Gefühl mehr. Ich sorge mich um die Tiere und will nicht, dass sie in einer Umgebung sein müssen, wo sie nicht erwünscht sind.»

Daniela Wulf ist traurig darüber, sie sieht das ehemalige Restaurant als perfekten Ort für die Hunde, vor allem auch, da es am Dorfrand liegt, nahe an Bach und Feldern, die sich für Spaziergänge mit den Vierbeinern anbieten. Sie sagt, es wäre die Erfüllung ihres Traumes gewesen. Doch diesen gibt sie nicht auf, sie wird weitersuchen. «Eine eher abgelegene Gewerbeliegenschaft wäre optimal, nur sind diese nicht leicht zu finden.» Weiter sagt sie: «Ich finde es traurig, dass Hunde nirgendwo mehr erwünscht sind. Viele Menschen haben Hunde, können tagsüber jedoch nicht auf sie aufpassen. Hundetagesstätten sind daher gesucht. Aber niemand will sie in seiner Nähe haben.»