Mutschellen

Steiner kommt zum Handkuss

Im Sog der anstehenden Sanierung sind einige Schulräumlichkeiten verlegt und provisorisch eingerichtet worden, darunter das Informatikzimmer im Kellergeschoss (Foto), das Abgeordnete der Kreisschule Mutschellen besichtigen.

Im Sog der anstehenden Sanierung sind einige Schulräumlichkeiten verlegt und provisorisch eingerichtet worden, darunter das Informatikzimmer im Kellergeschoss (Foto), das Abgeordnete der Kreisschule Mutschellen besichtigen.

Ein Zürcher Totalunternehmen führt Regie bei der Kreisschul-Sanierung für 17,2 Millionen auf dem Mutschellen. Der GU-Vertrag ist allerdings noch nicht unterschrieben.

Die Firma Steiner mit Hauptsitz in Zürich hat das Rennen auf dem Mutschellen gemacht. Als Generalunternehmen wird die Steiner AG die aufwendige Sanierung und Erneuerung der Kreisschule Mutschellen ausführen. Unter der Regie von Totalunternehmer Steiner war auch das vor zwei Jahren eröffnete Mutscheller Sportzentrum Burkertsmatt realisiert worden.

Laut Baukommissionspräsident Hans Gysel hatten sich 14 Unternehmer für den Generalunternehmungs-Auftrag des Kreisschulverbandes interessiert. Neun davon waren an der offiziellen Begehung präsent, drei reichten schliesslich detaillierten Offerten ein. «Steiner schwang letztlich klar obenaus», merkte Gysel bei der Abgeordnetenversammlung der Kreisschule Mutschellen an.

Abspeckrunde anberaumt

Noch ist der GU-Vertrag mit Steiner nicht in trockenen Tüchern. In 14 Tagen wollen die Verantwortlichen des Kreisschulverbandes Mutschellen das Vertragswerk bereinigen. Dies mit klaren Vorstellungen: Totalunternehmer Steiner soll seine Offerte, die sich auf 15,2 Mio. Franken beläuft, um rund 300 000 bis 400 000 Franken auf mindestens 14,9 Mio. abspecken. Grund: Vom 17,24-Millionen-Sanierungskredit, den die vier Gemeinden Widen, Berikon, Rudolfstetten und Oberwil-Lieli genehmigt haben, wird eine Tranche von 2,3 Mio. Franken anderweitig eingesetzt. So für die Bauherrenberatung, den Generalplaner, die Kostenreserve im Betrag 700 000 Franken und anderes mehr. «Daher muss Steiner mit 14,9 Mio.haushalten und auskommen», bekräftigte Baukommissionspräsident Gysel.

Im Januar 2015 laufen die Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten beim Kreisschulgebäude KSM 1 und der benachbarten Dreifachsporthalle an. Die Fertigstellung folgt spätestens eineinhalb Jahre nach Baubeginn, im Sommer 2016.

Räumung, Züglete, Provisorien

An der Kreisschule haben die Vorbereitungen auf die umfangreiche Sanierung schon im Juli begonnen. Unter der Regie von Werner Dörig und Walter Brunner vom technischen Dienst wird eifrig geräumt, entsorgt und gezügelt. Man verzichtet auf teure Containerlösungen während der Bauzeit. Die Schüler rücken eng zusammen und werden teils im Untergrund unterrichtet, genauer in provisorisch eingerichteten Räumlichkeiten im Kellergeschoss der Kreisschulgebäude. In Bälde wird hier ein Schulküchen-Provisorium installiert. Benützungsreife erlangte das provisorische Schulinformatik-Zimmer im Untergeschoss, wo sich auf einer eng begrenzten Raumfläche 24 PC-Arbeitsplätze befinden. Ellbogenfreiheit besteht da kaum, andererseits ist die Nutzungsdauer dieses Informatikzimmers ja absehbar. Die Ausstattung und Einrichtung fürs Werken mit Metall und mit Holz zügelte man von der Kreisschule ins Kellergeschoss des Primarschulhauses Widen. Der Werkunterricht der Kreisschüler im Nachbardorf sei gut angelaufen, teilte KSM-Gesamtschulleiter Louis Isenmann mit.

Die Abgeordnetenversammlung der Kreisschule Mutschellen hiess einstimmig das Schulbudget 2015 mit einem Umsatz von je 4,1 Mio. Franken Ausgaben und Einnahmen gut. Mit 420 ist die Schülerzahl an der Kreisschule derzeit klein. Ab 2016 werden wieder mehr Schüler erwartet, man rechnet mit 450 bis 460.

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