Challenge League
Steht Wohlen-Sesa nach erneuter Pleite vor dem Rauswurf?

In der Challenge League verlieren die Freiämter gegen Schaffhausen mit 2:3 und steht vor unruhigen Tagen. Das Ende von Trainer David Sesa rückt mit er erneuten Niederlage näher. Sesa will einfach seine Arbeit machen.

Ruedi Burkart
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David Sesa ist gehörig unter Druck. Ein Rauswurf zeichnet sich ab.

David Sesa ist gehörig unter Druck. Ein Rauswurf zeichnet sich ab.

foto-net / Alexander Wagner

Fast hätte es für den FC Wohlen gegen nachlassende Schaffhauser doch noch für einen Zähler gereicht. Doch Simone Rapps Anschlusstreffer zum 2:3 (83. Minute) war schliesslich das einzig Zählbare aus dem 15-minütigen Schlussspurt. So bleiben die Freiämter auch nach sechs Runden auf ihren zwei Punkten sitzen und drohen, heute Abend gar auf den letzten Rang abzurutschen.

Wohlens Trainer David Sesa verschwand nach dem Schlusspfiff schnurstracks und wortlos in der Kabine. Später bezog er Stellung. «Wir sind zu unkonzentriert und kassieren einfach zu viele Gegentore. Schade, aber wir waren nahe dran.» Wie nahe sein Ende als Trainer des FC Wohlen möglicherweise ist, mochte er nicht kommentieren. «Ich mache meine Arbeit. Alles andere müssen andere Leute entscheiden.» Laut René Meier, dem Challenge-League-Verantwortlichen, wolle man nach einem Viertel der Meisterschaft eine Zwischenbilanz ziehen. Das hiesse nach den folgenden Partien gegen Vaduz, Chiasso und Winterthur.

Frustriert: Wohlens Davide Giampa (l.) und Joao Paiva (r.).
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Frustriert: Wohlens Davide Giampa (l.) und Joao Paiva (r.).

Alexander Wagner

Die Partie begann mit einem Wohler Paukenschlag. Keine 180 Sekunden waren gespielt, da düpierte Davide Giampa den zu weit vor dem Kasten postierten Schaffhauser Goalie Vaso Vasic mit einem wunderbaren «Briefkasten-Tor». Wohlens Mittelfeldspieler nahm noch hinter der Mittellinie Mass, versenkte das Leder in den Maschen und sorgte bei Spielern und Fans für in dieser Saison so rare Glücksgefühle.

In den folgenden Minuten schienen die Wohler auf dem Weg der Besserung. Sie ackerten, machten die Räume eng, störten die Schaffhauser früh beim Spielaufbau. Und dann kam er doch, der Bruch im Spiel. Unerwartet zwar, aber für eine verunsicherte Mannschaft, wie es der FCW momentan ist, eben auch nicht überraschend. Nach 35 Minuten liess FCW-Goalie Benito einen Schuss von Frontino nach vorne abprallen, Patrick Rossini durfte sein achtes Meisterschaftstor zum 1:1 erzielen. Keine zwei Minuten später standen die Wohler Abwehrspieler erneut Spalier – Mangold drehte die Partie mit dem 2:1. In Halbzeit 2 kam Paiva für den überforderten Bijelic, zudem liess Sesa offensiver spielen. Dennoch entschied FCS-Captain Frontino die Partie nach 50 Minuten mit dem 3:1 vorzeitig.

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