Auf die Frage, ob sich seiner Meinung nach die Sicherheit im Strassenverkehr verbessert habe, seit die Verkehrshindernisse gebaut wurden, schmunzelt Josef Füglistaller, Leiter des Bauamts, bevor er eine Antwort gibt. «An manchen Stellen schon, es wird nicht mehr so schnell gefahren, weil die Hindernisse zum Bremsen zwingen. Aber schliesslich muss jeder selber aufpassen», ist er überzeugt. Ähnlich sieht das auch Rolf Hüsser von der Bauverwaltung. «Natürlich gibt es immer noch Verkehr durch unser Dorf und Leute, die zu schnell fahren», sagt er. Er zieht aber insgesamt eine positive Bilanz. Hüsser weist besonders auf den Fussgängerstreifen beim Gemeindehaus hin.

«Mit den zusätzlichen Ausbuchtungen hat der Fussgänger einen sicheren Standplatz und eine kürzere Wegstrecke über die Fahrbahn erhalten.» Alle Probleme liessen sich aber durch die Massnamen nicht lösen. «Die Verantwortung können wir den Automobilisten damit natürlich nicht abnehmen», weiss Hüsser. Durch die Verkehrshindernisse wurde die Übersichtlichkeit an manchen Stellen eingeschränkt. «Die Massnahmen sollen bewirken, dass das Tempo reduziert wird. Man muss sich der Situation anpassen, auch wenn die Übersichtlichkeit manchmal nicht optimal ist», sagt Hüsser.

Evaluation abgeschlossen

Dass das Verkehrsaufkommen wegen des Autobahnanschlusses in Birmensdorf zunehmen wird, war zu erwarten. Die Gemeinde hatte deshalb vom Regierungsrat den Auftrag erhalten, auf den Ortsdurchfahrten verkehrsberuhigende Massnahmen zu bauen. Damit will man das Dorf vom Durchgangsverkehr entlasten. Anzahl, Standorte und Art der Massnahmen waren nicht vorgegeben. Mit einem Verkehrsbüro zusammen wurde ein Massnamenkatalog erarbeitet. Danach fand ein Mitwirkungsverfahren statt. «Aus dessen Auswertung ergaben sich die Massnamen, die wir schliesslich gebaut haben», erklärt Hüsser.

«An der Gemeindeversammlung 2003 waren keine grossen Voten zu hören, als es um die Verkehrsberuhigungen ging. Die 480000 Franken wurden diskussionslos bewilligt», erinnert sich Füglistaller. «Als die Realisierung dann voranschritt, war mehr Widerstand zu spüren.» Einzelne Massnahmen wurden auch direkt mit der ansässigen Bevölkerung verhandelt. Darauf folgte die Evaluation. Der Gemeinderat stellte fest, dass es nichts mehr zu korrigieren gebe.

Die Frage, ob mit den Massnamen nicht übers Ziel hinausgeschossen wurde, ist aber durchaus berechtigt. Ein Vergleich ist schwierig, weil der Begriff «Verkehrsberuhigende Massname» nicht genau definiert ist und weder beim Bund noch beim Kanton Zahlen vorhanden sind. Zumindest im Freiamt ist die Dichte an Strassenverengungen wohl unerreicht.

Unfälle keine Seltenheit

Dass die Verkehrshindernisse manchmal auch Schaden durch unachtsame Verkehrsteilnehmer nehmen, ist nicht selten. Es komme öfters zu kleineren Unfällen, bestätigt Füglistaller. «Meistens werden sie aber nicht gemeldet», sagt er. Die Inselpfosten seien mit Schrauben montiert, die eine sogenannte Sollbruchstelle hätten, erklärt er. «Sonst müsste ich jedes Mal die Bodenplatten herausnehmen.» Der Lieferant dieser Schrauben habe ihm bestätigt, dass das Geschäft floriere. Nicht nur in Zufikon, auch in anderen Gemeinden müssten sie regelmässig ersetzt werden, erzählt Füglistaller. Es sei schon vorgekommen, dass einem Auto das Rad abgerissen wurde, aber normalerweise würde nur der Pfosten und nicht das Fahrzeug einen Schaden davontragen. Füglistaller wäre froh, die Verursacher würden nicht einfach davonfahren. «Man sollte das kurz auf der Gemeinde melden», sagt er.