In einer Interpellation will er unter anderem, wissen, weshalb die Belagsarbeiten im nördlichen Teil der Strasse nicht gleich mit dem Bauarbeiten für die Lärmschutzwände vorgenommen wurden, wie es im südlichen Teil geschehen ist.

Die Aufstellung einer Lichtsignalanlage so kurz nach den Bauarbeiten ärgere die Boswiler Anwohner und die Verkehrsteilnehmenden gleich doppelt. Zum einen könnten sie nicht nachvollziehen, warum sie nach einer so langen Bauzeit kaum ein Jahr später wieder mit einer Lichtsignalanlage behindert werden.

Zum anderen führe es zum Kopfschütteln gegenüber dem kantonalen Baudepartement und den verantwortlichen Planern. Deshalb will Brander wissen, warum die Belagsanierungen an den Abschlussränder nicht wie im Abschnitt Nord gleich mit dem Bau der Lärmschutzwände ausgeführt wurden.

Hinweise nicht beachtet

Brander fragt sich, warum trotz Hinweise der Poliere auf den schlechten Belagsabschluss und den nötigen Ersatz diese Sanierungen nicht gleich mit den Bauarbeiten realisiert wurden. «Wer hat es hier verpasst, im Vorfeld der Planung die Zustandsaufnahme der Kantonsstrasse zu überprüfen, entsprechende Massnahmen einzuplanen und ausführen zu lassen?»

Weiter will er wissen, wie hoch die zusätzlichen Kosten der gesamten Installation inklusive Lichtsignalanlage ausfallen und ob sich der Regierungsrat bewusst sei, «dass die Arbeiten, die jetzt getätigt werden, ein Mehrfaches kosten, als wenn man sie zusammen mit dem Bau der Lärmschutzwände ausgeführt hätte.» Das komme einer Steuergeldverschleuderung gleich.

«Ist sich der Regierungsrat bewusst, dass mit solchen Aktionen nicht nur die Verkehrsteilnehmer, sondern vor allem auch die anwohnende Bevölkerung schikaniert wird und dadurch das Baudepartement einen unglaubwürdigen Ruf erhält?» Schliesslich fragt Brander, wie in Zukunft sichergestellt werden soll, dass bei solchen Projekten nicht ein Jahr später unnötigerweise wieder die Bagger auffahren müssen.

Ein Jahr Bauzeit

In Boswil wurden im letzten Jahr entlang der Kantonsstrasse K124 nördlich und südlich der Dorfeinfahrten Lärmschutzwände erstellt. Diese umfangreichen Arbeiten wurden im Herbst 2012 nach knapp einem Jahr Bauzeit abgeschlossen. In der Etappe Nord wurden im Zuge dieser Bauarbeiten die Belagsabschlüsse der Hauptstrasse erstellt. Nicht so im südlichen Teil: Hier erfolgen die Arbeiten erst seit jüngster Zeit mit den entsprechenden Einschränkungen des Verkehr durch eine Lichtsignalanlage.