Jonen
Stattlicher Verkehrskreisel vor Schmuck-Enthüllung

Kreiselfest am Samstag setzt Schlusspunkt hinter zweijährigen Ausbau der Hauptstrasse im Kellerämter Dorf. Ziemlich genau zwei Jahre dauerten die Arbeiten auf dem Abschnitt Liegenschaft «Sonne» bis Dorfausgang Richtung Oberlunkhofen.

Lukas Schuhmacher
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Werbung in eigener Sache mitten auf dem Kreisel: Jonens Gemeindeschreiber und Festchef Arnold Huber.

Werbung in eigener Sache mitten auf dem Kreisel: Jonens Gemeindeschreiber und Festchef Arnold Huber.

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Die dritte, zugleich letzte und teuerste Etappe des Kantonsstrassenausbaus in Jonen ist unter Dach und Fach. Ziemlich genau zwei Jahre dauerten die Arbeiten auf dem Abschnitt Liegenschaft «Sonne» bis Dorfausgang Richtung Oberlunkhofen. Auffälliges Merkmal der Bauerei bildet ein Strassenkreisel bei der Dorfausfahrt. Es handelt sich um den einzigen Kreisel auf der Hauptverkehrsstrasse zwischen Bremgarten und Mettmenstetten im Kanton Zürich.

Bremswirkung garantiert

Der stattliche Kreisel weist einen Aussendurchmesser von 28 Metern und eine Fahrspurbreite von 7,5 Metern auf. Am kommenden Samstag wird das runde Verkehrswerk festlich eingeweiht und dessen Schmuck enthüllt. Laut Gemeindeschreiber und Kreiselfest-Chef Arnold Huber erfüllt der Kreisel eine dreifache Funktion. Zum einen wirke er als Tempobremse: «Man kann jetzt nur noch mit 40 Stundenkilometer ins Dorf fahren, nicht mehr mit 70 oder 80.»

Daneben regle und beruhige das Werk den Gewerbeverkehr des benachbarten Gewerbegebiets, der zugenommen habe und weiter zunehmen werde. Die dritte Funktion hat den Charakter einer Vorleistung. Hier soll via Kreiselausfahrt und Gewerbegebiet in 10 bis 15 Jahren eine neue Kantonsstrassenverbindung nach Hedingen verlaufen, was die Joner Wohnquartiere östlich der Staldenstrasse stark entlasten würde.

Kostenpunkt : 9 Millionen Franken

Im Vordergrund dieser dritten Strassenbauetappe standen die Fussgängersicherheit und Schulwegsicherung, die Verkehrsberuhigung samt Kreisel sowie die Einbindung der Radwege Oberlunkhofen-Jonen und Litzi-Jonen. Ein kurz vor den Sommerferien aufgetragener neuer Deckbelag vervollständigte den Ausbau.

Die Gesamtkosten der dritten Etappe sind beträchtlich, sie betragen rund 9 Mio. Franken. Den exakten Betrag wird man bei der Abrechnung erfahren, die in einem Jahr vorliegen dürfte. Dann werden auch die genauen Kostenteile bekannt sein, die der Kanton Aargau und die Kellerämter Gemeinde zahlen. Mehr als zwei Drittel der Gesamtkosten muss Jonen tragen. Im Sog des Strassenausbaus liess die Gemeinde vernünftigerweise auch dortige Werkleitungen (Wasser, Abwasser) erneuern, Bushaltestellen errichten, neue Strassenlampen erstellen. Diese Infrastrukturausgaben berappt Jonen. An den Ausbaukosten der Strasse beteiligt sich der Kanton mit 50 %.

Kleines Dankeschön an Bewohner

Das Kreiselfest soll ein kleines Merci an die rund 1900 Dorfbewohner sein. «Sie hatten während den zwei Baujahren vielerlei Immissionen zu ertragen», sagt der 54-jährige Festchef Arnold Huber. Ausserdem tue ein Fest immer gut, es fördere den Zusammenhalt und ermögliche Begegnungen. Ein Kränzchen windet Huber, seit mittlerweile 29 Jahren «Kanzler» in Jonen, den neun Kolleginnen und Kollegen des Organisationskomitees sowie den Dorfvereinen. «Die Dorfvereine schieben 150 Helfereinsätze, die bis zu vier Stunden dauern. Ohne unsere Vereine könnten wir das Fest vergessen.» Huber ist zuversichtlich, dass das 50 000-fränkige Fest mit schwarzen Zahlen schliesst, falls das Wetter einigermassen mitmacht.

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