Wohlen
Statt Wohler planen Zürcher die Badi-Sanierung und den Eisbahn-Neubau

Auf der Abteilung Planung, Bau und Umwelt ist ein Mitarbeiter ausgefallen. Damit sich die Projekte Badi-Sanierung und Eisbahn-Neubau nicht verzögern, musste der Gemeinderat handeln.

Dominic Kobelt
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Der Eisenbahn-Neubau.

Der Eisenbahn-Neubau.

Zur Verfügung gestellt

Im Amtsblatt ist zu lesen, dass der Gemeinderat Wohlen der TBF + Partner AG, Zürich, den Auftrag für die Gesamtprojektleitung sowie die Bauherrenunterstützung im Badi- und Eisbahnprojekt vergeben hat.
Dies nicht im Submissionsverfahren, sondern als sogenannte freihändige Vergabe. Es gab also keine öffentliche Ausschreibung, die Gemeinde hat TBF + Partner direkt aufgefordert, ein Angebot einzureichen. Eine Vergabesumme ist im Amtsblatt nicht aufgeführt.

Die freihändige Vergabe darf die Gemeinde laut Submissionsdekret nur durchführen, wenn «aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse die Beschaffung so dringlich wird, dass kein offenes, selektives oder Einladungsverfahren durchgeführt werden kann». Wie begründet die Gemeinde die Dringlichkeit? «Unser Projektleiter Florian Püntener ist gesundheitsbedingt ausgefallen.
Dies in einer Phase, in der wir dringend auf ihn angewiesen sind – alle Fäden laufen bei ihm zusammen», erklärt Vizeammann Paul Huwiler. Deshalb hat die Gemeinde das Zürcher Unternehmen angefragt, die Arbeiten zu übernehmen. «Wären wir auf der Abteilung Planung, Bau und Umwelt personell besser aufgestellt, wäre das kein Problem, aber so mussten wir die Arbeiten extern vergeben, um das Projekt in der zurzeit entscheidenden Phase nicht zu gefährden», sagt Huwiler.
Dies sei zwar teurer, aber es gebe schlicht keine andere Möglichkeit. Die Vergabesumme beträgt knapp 200 000 Franken, allerdings wird mindestens ein Teil der Mehrkosten von der Versicherung übernommen, die für den Arbeitsausfall aufkommt.

Dass die Wahl auf TBF + Partner fiel, hat damit zu tun, dass die Gemeinde bereits beim Bahnhof-Projekt mit dem Büro zusammenarbeitet und bis jetzt gute Erfahrungen gemacht hat. Die Aufgaben umfassen die Koordination der beteiligten Unternehmen als auch die Aufarbeitung der politischen Papiere. So zum Beispiel der Bericht und Antrag an den Einwohnerrat und die Informationen zur Volksabstimmung.

Die Offerte stammt vom 20. Januar, der Gemeinderat hat an einer Sitzung vom 25. Januar die Vergabe beschlossen. Notabene zu einem Zeitpunkt, zu dem man noch nicht wusste, wann Püntener zurückkehren wird. Momentan arbeitet der Bereichsleiter Liegenschaften bei der Abteilung Planung, Bau und Umwelt wieder zu 50 %.