Sarmenstorf
Start zum grössten Juniorenturnier - das wäre ein Trainingslager für die Nati

Am Donnerstag muss die Schweizer Nati in Brasilien möglicherweise ihre Koffer packen und sich auf den Heimweg machen. Das würde exakt reichen für einen Besuch am Nicoletti- Cup in Sarmenstorf. Dort wird am Wochenende bester Fussballunterricht geboten

toni widmer
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Die Junioren gehen mit grossem Einsatz ans Werk (Archivbild vom Turnier 2013, FC Basel CH gegen FC Waldshut D). zvg

Die Junioren gehen mit grossem Einsatz ans Werk (Archivbild vom Turnier 2013, FC Basel CH gegen FC Waldshut D). zvg

32 F-Junioren-Teams am Samstag, 32 E-Junioren-Mannschaften am Sonntag, total 248 Matches an beiden Tagen, rund 700 Nachwuchs-Fussballer aus der Schweiz, aus Liechtenstein, Deutschland, Holland, Italien und Österreich sind über die zwei Tage im Einsatz – der Nicoletti-Cup in Sarmenstorf hat sich über die letzten 16 Jahre zum schweizweit beliebtesten und grössten Juniorenturnier dieser Altersklasse entwickelt. Und der Andrang wird immer grösser: «Wir müssten den Anlass gar nicht ausschreiben und wären trotzdem jedes Jahr ausgebucht», sagen OK-Präsident Valentin Peier und Turnierchef Marco Meier.

Hohes Niveau am Turnier

Das Niveau ist hoch. Inter Mailand schickt regelmässig eine Talentauswahl aus seiner Fussballschule in die Provinz und auch die Juniorenabteilungen der Schweizer Super-League-Vereine sind mit den Besten vertreten. «Wir achten auf einen guten Mix. Pro Kategorie verpflichten wir jeweils 16 Teams aus der Region und 16 von grossen Schweizer Vereinen oder von ausländischen Clubs. Die Junioren aus unserer Region sollen gegen die Spieler der grossen Clubs antreten und die Atmosphäre eines grossen Turniers spüren können», erklären die Veranstalter.

Der Aufwand für die vor 16 Jahren ins Leben gerufene Veranstaltung ist riesig. Der Anlass beginnt bereits am Freitag, 27. Juni, mit der traditionellen Offensiv-Party, an der dieses Jahr DJ Alex Price auflegt. Am Samstag, 28., und Sonntag, 29. Juni, ist den ganzen Tag über Turnierbetrieb angesagt.

«Wir haben für die drei Tage über 300 Helfereinsätze mit je mindestens vier Stunden Dauer eingeplant. Dazu kommt noch der Auf- und Abbau der Infrastruktur», erklärt OK-Präsident Peier. Obwohl der Einsatz für das Turnier nach wie vor bescheiden ist (100 Franken für E-Teams und 60 Franken für F-Junioren, Verpflegung inbegriffen) ist der Anlass für den FC Sarmenstorf allerdings auch eine wichtige Einnahmequelle: «Wir finanzieren mittlerweile einen Sechstel unseres Jahresbudgets aus dem Nicoletti-Turnier», sagt Peier.

Viele Sponsoren engagiert

Möglich ist das nur dank vielen Sponsoren. Da ist zum einen der Vater des Turniers, der Wohler Gipsermeister Pasquale Nicoletti. Da sind aber auch Banken und verschiedene Firmen, die sich sehr grosszügig zeigen. Grosszügig sind auch die Preise. Jede Mannschaft wird auf dem Platz kostenlos verpflegt und erhält einen Matchball, dazu wird ein komplettes Dress verlost. Alle Spieler bekommen einen Pokal, die jeweils besten 10 Mannschaften zusätzlich einen. Für das Siegerteam gibt es einen wertvollen Naturalpreis.

Und ja: Public Viewing gibt es am Turnier in Sarmenstorf auch. Übertragen werden am Samstag- und Sonntagabend die drei ersten Achtelfinal-Spiele. – Leider kaum mit Schweizer Beteiligung. Weitere Infos: www.fcsarmenstorf.ch.