«Wir sind stolz, unserem Publikum ein hochkarätiges Teilnehmerfeld und dadurch Seilziehsport vom Feinsten bieten zu können», freut sich OK-Präsident Albert Villiger.

Das Turnier findet bereits zum vierten Mal statt: «Es ist Tradition, dass wir alle zehn Jahre einen solchen Event organisieren, und in diesem Jahr feiern wir unser 40-jähriges Bestehen», sagt Villiger, der zugleich Präsident des Seilziehclubs Sins ist.

Nigerianer: Teilnahme unsicher

93 Teams treten in sieben Kategorien gegeneinander an. Auf die Ausschreibung haben sich sogar zwei Teams aus Nigeria gemeldet. «Es ist allerdings noch nicht definitiv, ob diese wirklich antreten werden», mahnt Villiger zur Vorsicht, denn: «Es scheint Probleme mit den Visa zu geben.» Sicher erscheinen werden hingegen die Equipen aus Schweden, Belgien, Litauen, Italien, Holland
und Deutschland. Die ausländischen Teams werden grösstenteils in Zivilschutzanlagen einquartiert.

Grossanlass für die Region

Die Dimension des Turniers beeindruckt, und die Organisatoren hoffen, ihren Sport möglichst vielen Zuschauern zu präsentieren. 6000 Festführer werden in alle umliegenden Haushaltungen verschickt, zwei Tribünen für total gut 700 Zuschauer werden gebaut und 350Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf des Turniers. Das Budget für diesen Anlass beträgt stolze 120000 Franken – viel Geld für eine Randsportart, deren Elitesportler keine kommerziellen Interessen verfolgen.

«Bei uns gibt es kein Preisgeld, sondern einen Pokal und einen Erinnerungspreis zu gewinnen», erklärt Villiger. Ermöglicht wurde der Event durch grosszügige Sponsorenhilfe. Diese ermöglicht es auch, dass der Eintritt an das Turnier gratis ist.

Vorbereitung für die WM

Das Turnier dürfte vielen Teams als Standortbestimmung im Hinblick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in Appenzell dienen. Mit den holländischen «Veenseboys» konnte man sogar den Seriengoldmedaillengewinner der letzten WM von Süd-
afrika nach Auw holen. Nebst dem Sport steht bei der Seilziehgemeinschaft auch die Geselligkeit im Zentrum: «Über die Jahre haben sich Freundschaften ergeben. Besonders freuen wir uns auf den holländischen TTV Eibergen, bei dem wir schon oft zu Gast waren und über den Sport
hinaus Freundschaft geschlossen
haben», schwärmt Villiger.

Damenteam mit baskischem Verein

Der Seilziehclub Sins hat bei den Junioren Ambitionen. Die Elite wird hingegen kaum über das vordere Mittelfeld hinauskommen. «Wir bauen nach Abgängen seit fünf Jahren ein neues Kader auf», erklärt Coach Marcel Amhof. Dass es nicht nur um die sportliche Leistung geht, beweist ein Beispiel: «Wir haben zu wenig Frauen für ein reines Damenteam. Weil der baskische Verein Gaztedi in der Mixed-Kategorie antritt, bilden ihre Frauen zusammen mit unseren ein 8-köpfiges Damenteam». Im nächsten Jahr will der Verein ein eigenes Damenteam ins Leben rufen.