Boswil

Stammgäste werden schnell wieder einkehren – «Löwen»-Wirt nutzt Krise für Renovation und Innovation

«Wir hatten mehr Stress als zuvor»: Wirt Peter Wyrsch über die schwierige Zeit während des Lockdowns

«Wir hatten mehr Stress als zuvor»: Wirt Peter Wyrsch über die schwierige Zeit während des Lockdowns

Peter Wyrsch, Wirt im «Löwen» in Boswil, hat schnell reagiert: Während des Lockdowns hat er sein Restaurant kurzerhand umfassend renoviert und den Saal, der sonst für Veranstaltungen zur Verfügung steht, in eine grosszügige Esslokalität umgewandelt. Jetzt sind er und seine 15 Mitarbeitenden parat. «Die Küche haben wir ohnehin nie runtergefahren, sondern einen Take-away und einen Heimlieferservice eingerichtet.» Er wird diesen Service in Zukunft beibehalten.

Wyrsch erwartet keinen Gästeansturm am Montag. «Aber ich bin überzeugt, dass unsere Stammgäste schnell wieder kommen.» Die Anzahl Tische ist reduziert, das Personal instruiert, die Abstände sind gewahrt. Die Leute werden sich an den neuen Umgang im Restaurant gewöhnen, zeigt sich der Wirt überzeugt. «Wir werden, trotz der Einschränkungen, eine gute Atmosphäre schaffen.» Dem Mehraufwand – etwa das regelmässige Desinfizieren der Tische und der ganzen Anlagen– sieht er mit Gelassenheit entgegen. «Wir haben ja auch etwas mehr Zeit dafür.»

Völlig der Krise zum Opfer gefallen sind die Veranstaltungen im «Löwen» und im «Chillout» – von der Hochzeitsfeier bis zum Tanznachmittag oder den Konzerten im grossen Saal. Das wird vorerst wohl so bleiben. Aber selbst da sieht Wyrsch künftiges Potenzial, zum Beispiel für Konzerte im kleineren Rahmen. Immerhin waren schon Gotthard, Gölä oder die Spyder Murphy Gang im «Chillout» zu Gast. «Wenn der Bund bei Veranstaltungen die Restriktionen beispielsweise bis 200 Personen lockert, könnten wir ein attraktiver Ort für Künstler sein, sie sonst nirgends auftreten können.» Peter Wyrsch weiss, dass er sich in einer vergleichsweise guten Position befindet. «Wir haben ein vorwiegend junges, flexibles Personal, viel Platz und eine grosse Terrasse.» Aber Platz allein reicht seiner Ansicht nicht, um diese Krise bewältigen zu können. «Wir haben uns in den letzten 17 Jahren als ideenreiche, innovative und vielseitige Gastgeber profiliert. Das haben sich die Leute gemerkt und das hilft in dieser Situation sehr.»

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