Mutschellen
Städtisches Leben auf dem Mutschellen

Das Leben auf der Passhöhe pulsiert und die Bestrebungen für eine Fusion werden intensiviert. Das Bahnhofgebiet hat sich in den letzten Jahren zum Zentrum auf dem Mutschellen gemausert.

Dino Nodari
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Städtisches Leben auf dem Mutschellen

Städtisches Leben auf dem Mutschellen

Aargauer Zeitung

Mit einem Kaffee im Plastikbecher in der Hand wartet der Student auf den Bus. Was in den Städten bereits zum Alltag gehört, setzt sich auch auf dem Mutschellen durch: der Kaffee für unterwegs. Derweil setzt sich in der Confiserie Alexanders eine ältere Dame an den Tisch der AZ-Redaktoren und lädt diese zu einem Brötchen ein. Es sei toll, einmal mit den Journalisten sprechen zu können, deren Artikel sie lese. Sie erzählt von ihren Enkeln und dem Leben in Berikon.

Äthiopiens Kaiser

Sie hat nicht immer auf dem Mutschellen gewohnt. Als ihr Mann beruflich nach Afrika musste, hat sie ihn in den Sudan und nach Äthiopien begleitet. Das war in der Zeit des letzten Kaisers von Äthiopien Haile Selassie.

Sicher, der Mutschellen ist nicht Addis Abeba oder New York City; das Leben auf der Passhöhe wird aber immer städtischer. Und um den Bahnhof herum, wo die Gemeinden Berikon, Rudolfstetten und Widen zusammengewachsen sind, hat sich in den letzten Jahren das Mutscheller Zentrum gebildet.

Fakten für Fusion schaffen

Das Städtische ist auf dem Mutschellen angekommen. Kein Wunder also, laufen Bestrebungen den Mutschellen zu einer Gemeinde zu fusionieren. Das Komitee pro Mutschellen will nun Fakten schaffen. Die Bevölkerung soll von einer Machbarkeitsprüfung einer möglichen Fusion überzeugt werden. Bereits in diesem Jahr sollen die Gemeindeversammlungen über einen Kreditantrag abstimmen.