Die Regionalisierung der Oberstufe (Regos) ist 2000 vom Aargauer Stimmvolk angenommen worden. Seit 2006 ist mit einem Vertrag zwischen Bremgarten und Zufikon die Führung der jeweiligen Oberstufenzentren vertraglich geregelt. Dazu kommt ein Anschlussvertrag mit Eggenwil, das selber keine Oberstufe führt. Diese Verträge hat der Stadtrat Bremgarten nun vorsorglich gekündigt. Für die Rechtsgültigkeit dieser Kündigung, die per 31. Juli 2019 erfolgen soll, ist die Zustimmung der Gemeindeversammlung nötig. Die nächste findet am 14. Dezember statt.

Nur knappe Begründung

«Die Veränderungen im Rahmen von Harmos (Harmonisierung der obligatorischen Schule, die Red.) haben nun auch vor dem Schulstandort Bremgarten-Zufikon nicht Halt gemacht. Deshalb fanden zwischen den beteiligten Behörden von Bremgarten und Zufikon (Stadtrat/Gemeinderat und Schulpflegen) über längere Zeit Diskussionen über die Zukunft des Regos-Vertrages beziehungsweise die zukünftige Führung der SeReal-Abteilungen statt. Eine Lösung konnte nicht erarbeitet werden. Der Stadtrat entschied deshalb Anfang Juni, dass die Ausgangslage einer neuen Gesamtbeurteilung zu unterziehen ist», begründet der Stadtrat seinen Schritt recht knapp.

Viel mehr ist von Stadtammann Raymond Tellenbach auf Nachfrage nicht zu erfahren. Er lässt immerhin durchblicken, dass es mit Zufikon Differenzen bezüglich der Belegung der Oberstufenzentren beziehungsweise der Verteilung der Schüler gibt. «Wenn wir den aktuellen Vertrag nicht anwenden können, müssen wir ihn halt kündigen und einen neuen ausarbeiten», erklärt er. Ein Schuss vor den Bug in Richtung Zufikon? Auch dessen Gemeindeammann Christian Baumann hält sich auf Anfrage zurück. Er sagt: «Das Vorgehen des Bremgarter Stadtrates hat den Gemeinderat Zufikon sehr überrascht. Wir bleiben am Ball und suchen das Gespräch.»

Einen Zusammenhang haben könnten die Differenzen mit der Situation im Kelleramt. Es ist bekannt, dass seit einiger Zeit Gespräche zwischen Bremgarten und Jonen laufen, weil dort, insbesondere in der Realschule, die erforderlichen Mindest-Klassengrössen nur noch knapp erreicht werden.