Bremgarten

Staatsanwaltschaft eröffnet Verfahren gegen Lehrer von Reuss-Opfer

Badende unterhalb der Ara-Brücke in Bremgarten: Hier ist der Real-Schüler in die Reuss gestürzt. (Archiv)

Badende unterhalb der Ara-Brücke in Bremgarten: Hier ist der Real-Schüler in die Reuss gestürzt. (Archiv)

Der tragische Badeunfall von Bremgarten hat für den Mutscheller Realschullehrer wohl ein juristisches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft hat gegenüber dem Lehrer ein Verfahren wegen Verdacht auf fahrlässiger Tötung eröffnet.

Vom Mutscheller Schüler, der am Montag in die Reuss stürzte, fehlt noch immer jede Spur. Bei der Staatsanwaltschaft Aargau wird davon ausgegangen, dass der Schüler gestorben ist. «Die Staatsanwaltschaft hat gegenüber dem Lehrer ein Verfahren wegen Verdacht auf fahrlässiger Tötung eröffnet», bestätigt Elisabeth Strebel. Die Sprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft erklärt, dass es nun darum gehe den Hergang abzuklären und festzustellen, ob jemand für den allfälligen Tod des Schülers verantwortlich gemacht werden könne.

Im Rahmen einer Konzentrationswoche hat die Mutscheller Realschulklasse mit ihrem Lehrer am Montag einen Ausflug an die Reuss in Bremgarten unternommen. Mit seiner 12-köpfigen Schulklasse wollte der Lehrer unterhalb der Ara-Brücke Experimente durchführen und grillieren. Gemäss ersten Erkenntnissen war kein Badetag geplant. Gegen 10 Uhr stürzte der Schüler und wurde weggetrieben.

Es müsse nun geklärt werden, ob der Mutscheller Realschullehrer für den allfälligen Tod des Schülers eine Mitverantwortung trage. Konkret gehe es darum, abzuklären, ob der Lehrer alles ihm Mögliche getan habe, um den allfälligen Tod des Schülers zu vermeiden. Sollte der Leichnam gefunden werden, wird eine Obduktion durchgeführt.

Staatsanwaltschaft muss untersuchen

Nebst den moralischen Fragen, wird sich der betroffene Lehrer nun also auch juristische Fragen gefallen lassen müssen. «Bei einem Offizialdelikt haben wir die Pflicht, dies zu untersuchen», erklärt Elisabeth Strebel.

Der Vorgang des Unfalls wird derzeit abgeklärt und dazu verschiedene Personen befragt. «Es geht darum, herauszufinden, ob Sorgfaltspflichten verletzt und Bestimmungen, Weisungen oder Empfehlungen nicht beachtet wurden», so Strebel weiter.

Kommt die Staatsanwaltschaft in dem Verfahren zum Ergebnis, dass der Lehrer die Sorgfaltspflicht verletzt habe, müsse er mit einer Strafe - je nach Höhe des Verschuldens - rechnen.

Staatsanwaltschaft prüft mögliche Mitschuld des Lehrers

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