Polterabend-Unfall

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Traktor-Fahrer – eine Person noch im Spital

Nach dem Traktor-Unfall an einem Polterabend in Wohlen AG haben 17 Verletzte die Spitäler verlassen können. Gegen den Lenker des Traktors hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren eingeleitet.

Eine Person befinde sich noch in kritischem Zustand im Spital, teilte Elisabeth Strebel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mit. Die übrigen 17 Verletzten hätten bereits aus der Spitalpflege entlassen werden können.

Gegen den Traktorfahrer hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung und Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz eingeleitet. Strebel bestätigte eine entsprechende Meldung der Zeitung "Blick".

Laut Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht auf Nichtbeherrschung des Fahrzeugs. Zudem wird abgeklärt, ob der Fahrer überhaupt die Leute transportieren durfte. Der Traktor war mit einer grünen Nummer unterwegs. Diese gilt nur für landwirtschaftliche Fahrten. Zudem ist der Transport von Personen nur vom Hof aufs Feld zugelassen, wie Recherchen der az zeigen.

Warum konnte der Traktor nicht bremsen?

Warum konnte der Traktor nicht bremsen?

Aufgrund des starken Gefälles konnte der Traktor das Gewicht des Anhängers offensichtlich nicht mehr halten. Ein Experte nimmt Stellung.

Festzelt mit Festbänken auf dem Anhänger

17 Männer hatten am Samstagabend den Junggesellenabschied ihres Freundes auf einem improvisierten Festwagen gefeiert, der von einem Traktor gezogen wurde. Auf einem alten Zweiachs-Anhänger ohne Bremsvorrichtung war ein Festzelt mit Festbänken aufgebaut.

Gegen 18.40 Uhr verlor der Fahrer auf einer steil abfallenden Strasse die Kontrolle über den Traktor. Der Anhänger war zu schwer und drückte so stark auf die Zugmaschine, dass diese nicht mehr zu bremsen war. In der Folge prallte das Gefährt gegen eine Mauer. Dabei kippte der Traktor samt Anhänger um und die Feiernden wurden auf die Strasse geschleudert.

Horror-Polterabend

Der "Tele M1"-Beitrag vom 23. Juli zum Horror-Polterabend

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