Oberwil-Lieli

Sprayereien prangern Glarner an – der kontert: «Das ist die Toleranz der Toleranten»

Sprayer suchten die Gemeinde Oberwil-Lieli heim. Ihr Ziel: der streitbare SVP-Hardliner und Gemeindeammann Andreas Glarner. Doch die Aktion flog auf.

Sprayer haben in Oberwil-Lieli Hauswände und Strassen verschandelt. An einem Mehrfamilienhaus prangt der Satz auf Englisch: "Von hier bis Griechenland, bekämpft Glarner." Damit ist auch klar, wem der nächtliche Einsatz der Sprayer gilt: dem Gemeindeammann, Nationalrat und SVP-Asylhardliner Andreas Glarner.

Auf dem Asphalt einer Strasse steht geschrieben: "Achtung, in dieser Gemeinde hohe Anzahl an RassistInnen." Auf einem Container: "Sexismus bekämpfen." 

Den Sprayern ist Glarners Asylpolitik ein Dorn im Auge, aber auch seine jüngsten Menschen verachtenden Angriffe auf politisch linke Frauen, die eine riesige Kontroverse ausgelöst haben.

Glarner kann einstecken - und austeilen. Das macht er auch gegenüber Tele M1 in diesem Fall: "Das ist die Toleranz der Toleranten. Es ist unglaublich", höhnt Glarner, der linke Aktivisten verdächtigt. 

Hass gegen Glarner

Hass gegen Glarner

In Oberwil-Lieli verunstalten Sprayer Hauswände und Strassen mit politischen Parolen gegen Gemeindeammann Andreas Glarner.

Für die Sprayer hat die nächtliche Aktion ein Nachspiel. Sie haben nämlich ein Haus besprayt, in dem eine Polizistin wohnt. Diese bemerkte die Sprayer und konnte eine junge Frau festhalten. Die Hausbewohner wollen insgesamt drei Personen gesehen haben.

Die Kantonspolizei Aargau erklärt auf Anfrage von Tele M1, dass eine 23-jährige Schweizerin aus dem Kanton Bern identifiziert werden konnte.

Ob die Sprayer unter diesen Umständen wieder nach Oberwil-Lieli kommen, sei dahingestellt. Offenbar hatten sie es aber vor, wie zu lesen ist: "Wir kommen wieder für Herrn Glarner."

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