Wohlen

Sportpark Bünzmatt: Der Strandsportplatz wertet die Anlage auf

Die drei Beachvolleyfelder direkt neben dem Eingang und dem Restaurant können zum Beachsoccerfeld umgebaut werden.

Die drei Beachvolleyfelder direkt neben dem Eingang und dem Restaurant können zum Beachsoccerfeld umgebaut werden.

Restaurant, Beachfeld, Park – das bekäme die Gemeinde neben Badi und Eishalle im Sportpark Bünzmatt. Für die Beachvolleyballfelder, die sich zum Beachsoccher-Feld wandeln lassen, haben bereits Schulen und ein Sportverein Interesse bekundet.

Schwimmbad und Eisfeld sollen erhalten werden – das war der ursprüngliche Antrieb für den Gemeinderat Wohlen. Denn das substanzgeschützte Schwimmbad aus dem Jahr 1967 muss saniert werden, und das marode Eisfeld, das 1976 eröffnet wurde und höchstens noch zwei Saisons aushalten wird, braucht sogar dringend eine Erneuerung.

Schon 2008 rief die Volksinitiative «Jetz esch d Badi dra» den Gemeinderat zum Handeln auf. Jetzt liegen die Pläne vor – und anstelle einer einfachen Badi und einer benachbarten Eishalle sollen die Wohlerinnen und Wohler einen ganzen Sportpark erhalten.

Wohlen und sein Beachsport

Die grösste Neuerung des Parks sollen drei Beachvolleyballfelder werden, die zu einem Beachsoccer-Feld umgebaut werden können. Sie befinden sich nahe des Haupteingangs, in Sichtweite des Restaurants, damit die Gäste von dort aus gemütlich die spektakulären Sportarten verfolgen können. Darum herum ist eine Spielzone geplant.

Doch besteht überhaupt Bedarf an solchen Feldern? «Auf jeden Fall», sagt Vizeammann Paul Huwiler auf Anfrage. «Insbesondere die Schulen und Sportlehrpersonen haben Interesse bekundet.» Der Beachsportbereich kostet 127 000 Franken. Im Gesamtprojekt sei das ein verschwindend kleiner Preis, der jedoch die Anlage um ein Vielfaches aufwerte, so Huwiler

Der Beachsoccerverein One Way Wohlen wäre ein zusätzlicher Benutzer des Feldes – selbst wenn er momentan nicht aktiv ist. «Wir haben den Verein vor Jahren als eine Gruppe von Freunden gegründet, die den relativ unbekannten Sport gemeinsam ausüben wollte», erzählt Thomas Bächer, der frühere Präsident des Klubs. «Wir mussten aber immer nach Birr oder Altstetten zum Training, weil das die einzigen Felder weit und breit sind.

Und das wurde auf Dauer einfach zu mühsam.» Einige der Spieler hätten beim Verein in Birr weitergespielt, denn Wohlen stellte bald kein Team mehr. «Aber wir wollten den Verein noch nicht auflösen. Und jetzt, da die Möglichkeit besteht, dass Wohlen eine geeignete Trainingsanlage bekommt, könnten auch wir uns gut vorstellen, wieder aktiver zu werden.»

Platz für Skater und Feste

Neben der Beachsportanlage gehen aber auch die heute auf dem Gelände ansässigen Sportanlagen von Minigolf, Skatepark und Pétanque nicht leer aus. Einzig der Dirtpark muss weichen. Die Minigolfanlage wird im Gebiet des Schwimmbads angesiedelt und erhält Zugang zur Gastronomie.

Die alten Betonplatten, auf denen die Kunsteisbahn bisher aufgebaut war, wird nicht rückgebaut, sondern soll aus Lärmschutzgründen den Skatepark beheimaten. Zudem sollen auf dem Platz Feste, Veranstaltungen und Ähnliches möglich sein. Der Pétanque-Platz ist weitgehend unabhängig von den anderen Anlageteilen und kann an seinem Standort belassen werden.

Das Projekt Schwimmbad samt Park und den weiteren Sportanlagen, jedoch ohne Eishalle, soll rund 11 Millionen Franken kosten. Darin eingeschlossen sind 1,47 Millionen für die weiteren Sportanlagen und die Umgebungsarbeiten im Park.

Allein vom Swisslos-Sportfonds erhält die Gemeinde aber viele Beiträge zurück. So sind für den Skatepark Beiträge von 120 000 Franken bestätigt, für die Minigolfanlage 104 000 Franken und für den Beachsport 60 000 Franken.

Für die Gemeinde Wohlen bleibt ein Betrag von 10,5 Millionen Franken für Badi, Park und die übrigen Anlagen. Sie alle werden unter dem Dach der neu zu gründenden Betriebsgesellschaft vereint werden, die aus der heutigen Eisbahn Wohlen Genossenschaft entstehen wird.

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